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Das „Rabennest“ wird zum Großprojekt

Die Schwarzkollmer wollen Sport und Spiel auf dem jetzigen Spielplatz zusammenführen.

Die Geräte auf dem Schwarzkollmer Spielplatz „Rabennest“ sind schon in die Jahre gekommen. In naher Zukunft soll es aber mehr als Ersatz geben. Auf der 3.000 Quadratmeter großen Fläche ist jedenfalls jede Menge Platz für Ideen.
Die Geräte auf dem Schwarzkollmer Spielplatz „Rabennest“ sind schon in die Jahre gekommen. In naher Zukunft soll es aber mehr als Ersatz geben. Auf der 3.000 Quadratmeter großen Fläche ist jedenfalls jede Menge Platz für Ideen. © Foto: Ralf Grunert

Schwarzkollm. Was wollen die Bürger? Was gibt der Altbestand her? Was wird an Neuem benötigt? Und wie soll das alles finanziert werden? Das sind Fragen, die von den Schwarzkollmern mit Blick auf die ins Auge gefasste Ertüchtigung des Spielplatzes „Rabennest“ zu beantworten waren.

Dieser Spielplatz ist eines von mehren Projekten, die den Schwarzkollmern am Herzen liegen, wie Hoyerswerdas Oberbügermeister Torsten Ruban-Zeh bei seinem Besuch in der jüngsten Ortschaftsratssitzung erfuhr.

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„Wir wollen Abstand nehmen von Plaste. Wir favorisieren Individualität und Nachhaltigkeit“, erläuterte Luisa Kujasch die Herangehensweise des Ortschaftsrates. Bei der Neugestaltung des Anfang der 1990er-Jahre auf etwa 3.000 Quadratmetern errichteten Spielplatzes unweit des Pfarrteiches wollen die Schwarzkollmer gern Sport und Spiel zusammenführen. Neben einem Fußballkleinfeld und einer Volleyballanlage sollen Spielgeräte errichtet werden, die alle Altersklassen ansprechen, wie Luisa Kujasch sagt.

Bei der Finanzierung haben die Schwarzkollmer eine hervorragende Ausgangsposition. So stehen 12.000 Euro aus dem Bürgerhaushalt zur Verfügung. Die Lausitzer Seenland Stiftung hat mit 13.000 Euro einen erheblichen Beitrag geleistet. Der Erlös des Glühweinverkaufs beim letzten Weihnachtsmarkt fließt in die Spielplatz-Kasse. Und auch Fördermittel der Leader-Region Lausitzer Seenland in Höhe von rund 48.000 Euro stehen in Aussicht. Der Koordinierungskreis hat das Spielplatz-Projekt bereits zur Förderung empfohlen. Das letzte Wort hat nun noch das Landratsamt, das die Fördermittel ausreicht.

Nachdem das Projekt mit der Beantragung von Leader-Fördermitteln in städtische Hand übergegangen ist, vermisst der Ortschaftsrat aber einen Informationsfluss. „Wir haben über das Internet erfahren, dass es Leader-Geld gibt, und nicht von der Stadt“, beklagte Jens Retschke und betonte, dass dem Ortschaftsrat sehr daran gelegen sei, das weitere Vorgehen mit der Stadtverwaltung abzusprechen. „Wir wollen am Projekt beteiligt werden, damit wir nicht am Ende eine Katalog-Variante bekommen.“ Die Schwarzkollmer wollen viel mitgestalten. Vorstellbar sei zum Beispiel, dass sie den Bolzplatz und den Volleyballplatz selbst errichten, so Jens Retschke.

Nun kommt es allerdings erst einmal darauf an, dass sich Stadtverwaltung und Ortschaftsrat über den aktuellen Stand der Dinge verständigen. Luisa Kujasch regte ein „zeitnahes Projekt-Meeting mit allen Beteiligten“ an. Diese Anregung griff der Oberbürgermeister gerne auf und kündigte an, kurzfristig den Sachstand klären zu wollen. Gleichzeitig gab er zu bedenken, dass im Umgang mit Fördermitteln auch einiges zu beachten sei. „Kommunikation ist uns sehr wichtig“, betonte Luisa Kujasch.

Die Schwarzkollmer haben für die Errichtung des Spielplatzes ein ehrgeiziges Ziel vor Augen: Die Einweihung soll am 1. Juni 2021 erfolgen – am Kindertag.

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