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Das Seenland-Klinikum freut sich auf Universitätsmedizin in Cottbus

Hoyerswerdas Krankenhaus will seine Kooperation mit dem Cottbuser Carl-Thiem-Klinikum gern vertiefen.

Im Seenland-Klinikum halten immer mehr digitale Lösungen Einzug. Hier arbeitet Chef-Pathologe Frank Dietrich mit digitaler Telepathologie.
Im Seenland-Klinikum halten immer mehr digitale Lösungen Einzug. Hier arbeitet Chef-Pathologe Frank Dietrich mit digitaler Telepathologie. © Archivfoto: Gernot Menzel

Hoyerswerda. Ein „Gewinn für die Region“ wäre auch aus Sicht des Managements des Seenland-Klinikums der Aufbau von Universitätsmedizin in Cottbus. „Sowohl in medizinischer Hinsicht als auch in Bezug auf die Schaffung neuer Arbeitsplätze wird sich dieser Schritt positiv bemerkbar machen“, so Geschäftsführer Mirko Papenfuß.

Vor ein paar Tagen hatte das Land Brandenburg bekanntgegeben, im Zusammenhang mit der Strukturstärkung als Ausgleich für das Ende der Kohleverstromung in Cottbus unter Einbeziehung der Brandenburgischen Technischen Universität und des Carl-Thiem-Klinikums (CTK) ein Innovationszentrum Universitätsmedizin gründen zu wollen. Dabei war auch von Kooperation mit umliegenden Krankenhäusern die Rede, etwa in Weißwasser und in Hoyerswerda. „Mit der Entscheidung, die Ausbildung von Medizinern in der Lausitz anzusiedeln, verbinden wir natürlich die Hoffnung, zukünftig junge Mediziner mit einem Bezug zur Region langfristig für unser Haus gewinnen zu können. Immerhin braucht es vom Beginn eines Studiums bis zum Abschluss der Facharztausbildung circa zwölf Jahre – genug Zeit also, die Region kennen und lieben zu lernen“, meint der Hoyerswerdaer Klinikums-Chef.

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Abstimmungen haben begonnen

Was die Kooperation zwischen CTK und Seenland-Klinikum angeht, würde es um eine Vertiefung gehen. Schließlich gibt es laut Mirko Papenfuß schon in vielen Fachrichtungen eine Zusammenarbeit. In Cottbus soll die Gesundheitssystemforschung einen Schwerpunkt bilden. „Grundlage dafür wird ein digitales Netzwerk von Akteuren der Gesundheitsversorgung in der Modellregion Lausitz“, sagt CTK-Geschäftsführer Dr. Götz Brodermann. In Hoyerswerda gibt es bereits Erfahrungen mit digitalen Lösungen, die es erlauben, mit Fachleuten an anderen Orten zu kooperieren. Bei der digitalen Telepathologie zum Beispiel können anderswo sitzende Experten einen Blick auf hier entnommene Gewebeproben werfen – sowie umgedreht.

Und so sagt Mirko Papenfuß, man fühle sich im Seenland-Klinikum direkt angesprochen, wenn es um die digitale Vernetzung geht: „Der Ausbau zum digitalen Leitkrankenhaus passt ziemlich genau zu unseren Planungen, im Rahmen des Strukturwandels die digitale Vernetzung aller Gesundheitsdienstleister der Region voranzutreiben. Wir haben auch bereits begonnen, unsere Überlegungen dazu mit den Kollegen des CTK abzustimmen.“

Vor einem Jahr hatte das Hoyerswerdaer Krankenhaus sein Vorhaben „Gesundheit. Digital. Lausitz.“ vorgestellt. Damals war mit der örtlichen Arbeiterwohlfahrt eine entsprechende Absichtserklärung über ein Zusammenwirken bei der Entwicklung neuer Berufsfelder und neuer technischer Lösungen unterzeichnet worden.

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