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Das Wolfsrudel macht das Rennen

222 Aktive nahmen beim 1. SC-Krabat-Firmenlauf an der Krabatmühle Schwarzkollm teil.

Wolfsrudel auf der Jagd: Die Firmenvertretung des Malerbetriebs Zschorlich gewann den Lauf.
Wolfsrudel auf der Jagd: Die Firmenvertretung des Malerbetriebs Zschorlich gewann den Lauf. © Foto: Gernot Menzel

Schwarzkollm. Es gibt in diesem Jahr keinen Hoyerswerdaer Citylauf – Corona ... Aber dafür gab’s den 1. SC-Krabat-Firmenlauf: Werksteams von mindestens fünf und maximal zehn Aktiven starteten am Mittwochabend an der Schwarzkollmer Krabatmühle. Wie die Teams zusammengesetzt waren, war ihnen überlassen. 

Es mussten nur am Ende in summa 20 Kilometer zurückgelegt worden sein, wobei der einzelne Läufer entweder zwei Kilometer (eine Runde) oder zwei Runden (vier Kilometer) beizusteuern hatte. Wir sprachen mit Daniela Fünfstück, Geschäftsführerin des ausrichtenden Sportclubs (SC) Hoyerswerda.

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Daniela – der Lauf hatte ursprünglich am 10. Juni stattfinden sollen ...

... aber wegen Corona war das nicht möglich. Doch anders als der Citylauf im Herzen der Hoyerswerdaer Neustadt, bei dem mit ganz anderen Teilnehmerzahlen zu rechnen ist und der ohne Publikum einfach nichts wird, waren wir sicher, dass der Firmenlauf machbar war. Die Anforderungen, die mit solch einer Veranstaltung jetzt verbunden sind, waren erfüllbar. Und genau das haben wir mit einer Vielzahl von Helfern umgesetzt. 20 „Hauptamtliche“ hatten sich in der Vorbereitung engagiert; an der Strecke waren es etwa 50 „gute Geister“; die alles perfekt absicherten – allen voran der Schwarze Müller als Gastgeber und unser SC-Bär. Natürlich lebt so ein Sport-Ereignis auch durch das Engagement der Sponsoren. Da haben wir mit den Versorgungsbetrieben Hoyerswerda, der Wohnungsgesellschaft Hoyerswerda, der AOK plus, dem Škoda-/Toyota-Autohaus Schiefelbein und der Ostsächsischen Sparkasse ganz starke Partner an unserer Seite

Was waren denn die Kernpunkte des Hygiene-Konzepts?

Es gab keinen Massenstart, sondern einen Wellenstart; das heißt, die Teilnehmer gingen zeitversetzt auf die Strecke. Natürlich gab es Desinfektionsmittel. Alle Teilnehmer waren zu den Verhaltensregeln entsprechend eingewiesen worden und hielten sich durchweg daran. Die Siegerehrung fand nicht „auf dem Treppchen“ statt, sondern auf großen Strohballen, die Abstand ermöglichten. Die Finisher-Medaillen wurden nicht übergeben, sondern jeder musste sie sich selbst nehmen. Auch haben wir die Siegerehrung auf die Staffeln beschränkt; die Einzel-Sieger wurden, im Gegensatz zu den Staffeln, nicht aufgerufen.

Wie viele Teams waren am Mittwoch am Start – und von woher kamen sie?

35 Werksvertretungen hatten gemeldet; 34 traten an. In summa waren es 222 Läuferinnen und Läufer, die ihre zwei oder vier Kilometer in Angriff nahmen. Die meisten stammten aus Hoyerswerda und dem Umland, aber es waren auch Dresdener dabei – und das recht erfolgreich.

Es gab ja auf Grund des zeitversetzten Wellenstarts keinen klassischen Zieleinlauf, bei dem der Sieger das Band zerreißt und sofort Bescheid weiß.

Stimmt; hier war der Zeitmessservice gefragt, der in der Addition die Platzierungen ermittelte. Das brachte sogar ein bisschen zusätzliche Spannung, wer denn nun das Rennen gemacht hat.

Und wer hat’s gemacht?

Das „Lausitzer Wolfsrudel“, die Fünfer-Gruppe des Malerbetriebs Zschorlich aus Hoyerswerda-Dörgenhausen. Zwar freuen wir uns sehr über die Gäste von weiter weg, aber dass es sportlich eine Art Heimsieg gab, ist natürlich besonders schön.

Apropos „Lausitzer Wolfsrudel“: Bei solchen Wettbewerben sind ja originelle Team-Namen fester Bestandteil. Gab’s auch kostümierte Spaßläufer?

Nein. Aber mit Firmen-Shirts oder mit dem originalen, extra beflockten Krabatlauf-Shirt sind fast alle angetreten.

Wie ist der Lauf sportlich zu werten?

Er ist zuerst eine „teambildende Maßnahme“, bei der das Miteinander-Sport-Treiben im Mittelpunkt steht. Durch die Zusammensetzung der Teams, also quer durch alle Altersgruppen, Ambitionen und die freie Auswahl, ob der Einzelne nun zwei oder vier Kilometer läuft, sind die Selbst-Vorgaben sehr unterschiedlich. Aber es hat sich gezeigt, dass es sehr viel Ehrgeiz gab – und das auf einer anspruchsvollen Strecke und bei hohen spätsommerlichen Temperaturen, die nun nicht wirklich als Laufwetter gelten. Gerade darum sind die vollbrachten Leistungen der Läufer aller Ehren wert.

Warum fiel die Wahl des Veranstaltungsortes gerade auf die Schwarzkollmer Krabatmühle?

Weil sie Ambiente und Flair hat, wie man es sich besser nicht wünschen kann.

Wie fällt das Gesamtfazit zum 1. SC-Krabat-Firmenlauf aus?

Es war für uns eine Art Test – und der ist vollauf geglückt! Alle waren gut drauf, die Veranstaltung war cool.

Gibt es also 2021 eine zweite Auflage?

Ganz gewiss! Wir hoffen, dass der Firmenlauf dann am zweiten Mittwoch des Monats Juni stattfinden kann, wie es ja auch in diesem Jahr hatte sein sollen. 2021 wäre das dann der 9. Juni. Schau’n wir mal.

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