Hoyerswerda
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Deichsanierung in Neustadt/Spree abgeschlossen

Der Bund und das Land Sachsen haben auf 400 Metern Länge 1,6 Millionen Euro in den Schutz vor Hochwasser investiert.

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Die Technik ist
abgezogen, die
Arbeiten sind
beendet. Ein Teil der eingebauten Spundwände bleibt sichtbar.
Die Technik ist abgezogen, die Arbeiten sind beendet. Ein Teil der eingebauten Spundwände bleibt sichtbar. © Foto: Jost Schmidtchen

Neustadt/Spree. Gut zehnmonatige Bauarbeiten sind im Dorf beziehungsweise am namensgebenden Fluss zu Ende gegangen.

Die sächsische Landestalsperrenverwaltung (LTV) teilt mit, dass sie in der vorigen Woche die Sanierung eines Deichabschnittes an der Spree abgeschlossen hat. In Fließrichtung auf der linken Seite sind auf etwa 400 Metern rund 1,6 Millionen Euro verbaut worden. Auch, wenn sich der Pegelstand etwas weiter flussabwärts in Spreewitz am Mittwoch mit 1,78 Metern eher dem mittleren Niedrigwasser näherte, sollte generell Vorsorge vor Überschwemmungen getroffen werden.

„Damit ist der Ort nun vor Hochwasser gesichert, wie es statistisch einmal in hundert Jahren auftritt“, beschreibt die LTV Sinn und Zweck der Maßnahme. Wie in solchen Fällen üblich, sind Spundwände aus Stahl eingezogen worden. Dafür musste den LTV-Angaben zufolge zunächst die zuvor steilere Uferböschung stabilisiert werden. Die Deichsicherung sei so eingebaut worden, dass sie nicht ins Grundwasserregime eingreife. Immerhin gilt die Spree in Neustadt als Grenze zwischen den Grundwasser-Verantwortlichkeiten des aktiven Tagebaus der Leag und der staatlichen Bergbausanierer von der LMBV.

Den Arbeiten vorausgegangen war eine Zustandsanalyse. Dabei ist der LTV zufolge festgestellt worden, dass die Standsicherheit des Deiches gefährdet war. Im September des vergangenen Jahres begann dann die Sicherung. Im täglichen Baugeschehen war jede Menge Technik im Einsatz – Bagger, Radlader, Kleinfahrzeuge ...

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Die LTV erklärt, nicht nur das Hochufer sei mit Spundwänden verstärkt worden, sondern es gebe auch eine zusätzliche Innendichtung auf der verbreiterten Landseite. Gleichzeitig habe man die Sohlschwelle instandgesetzt, die wegen des im betroffenen Abschnitt starken Gefälles die Flusssohle schützt. Dabei sei auch die ökologische Durchgängigkeit verbessert worden. Für den im Zuge der Arbeiten von Deich und Deichschutzstreifen entfernten Bewuchs, im Wesentlichen Robinien, habe man an der Uferlinie die Pflanzungen von zehn Schwarz-Erlen vorgesehen. Die Bäume würden im Herbst in die Erde gebracht. Deich und Schutzstreifen selbst bleiben freilich ohne eine Bepflanzung.

Die Kosten für die Deichsanierung ab der Staatsstraßenbrücke stammen aus Steuermitteln des Bundes und des Landes Sachsen. In Planung ist die Befestigung weiterer Spree-Abschnitte in Spreewitz-Siedlung und Zerre. (red/MiK)