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Der Boulevard weicht dem Herbst

In der Kirchstraße in Hoyerswerda sind die Sonderregelungen aufgehoben, doch Sondernutzungen bleiben weiterhin möglich.

Die farbenfrohe Boulevard-Bepflanzung im Hoyerswerdaer Altstadtkern ist weg. Bleibt noch das offizielle Hoyerswerdaer Stadtgrün. In fünf Wochen startet ohnehin die Adventszeit.
Die farbenfrohe Boulevard-Bepflanzung im Hoyerswerdaer Altstadtkern ist weg. Bleibt noch das offizielle Hoyerswerdaer Stadtgrün. In fünf Wochen startet ohnehin die Adventszeit. © Foto: Uwe Schulz

Hoyerswerda. Mit dem ausgiebigen Regen der vergangenen Tage und der spürbaren Abkühlung kann von Spätsommer keine Rede mehr sein, auch wenn er in diesem Jahr bis in den meteorologischen Herbst hineinreichte. Es war der perfekte Boulevard-Sommer in der Altstadt. Der Montag dieser Woche brachte dann aber auch das sichtbare Ende der Sondernutzung. 

Die herrlich bepflanzten Kübel im Altstadtkern wurden ebenso entfernt wie die aus kombinierbaren Holzelementen geschaffenen Sitzmöbel. Die Beschilderung für den verkehrsberuhigten Bereich in der Kirchstraße ist nach viereinhalb Monaten auch wieder weg. Der Biergarten bei der Fleischerei Sinapius ist ebenso verschwunden wie die massiven Imbiss-Stände am Fließhof bei „HoyDog“. Nein, mit Corona hat das alles nichts zu tun. Die verkehrsrechtliche Anordnung endete regulär am Sonntag. Aber was heißt schon regulär: Die Stadtverwaltung hatte im August beschlossen, dass in der Kirchstraße der verkehrsberuhigte Bereich (Regelungen: Schrittgeschwindigkeit, Parken nur in gekennzeichneten Flächen, Fußgänger können die gesamte Verkehrsfläche nutzen) über den ursprünglich geplanten Termin am 22. August hinweg zwei Monate länger bestehen bleibt. Auch die Einbahnstraßenregelung vom Markt zur Friedrichsstraße, welche den motorisierten sowie den Radverkehr betrifft, behielt man bei.

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Weiterhin zu sehen und bei entsprechendem Wetter nutzbar sind die Freisitze auf dem Markt. Die Stadträte hatten ebenfalls im Sommer beschlossen, dass die ortsansässigen Gewerbetreibenden von der Pflicht zur Zahlung von Sondernutzungsgebühren bis zum 31. Dezember vorübergehend entbunden werden. Das betrifft also die Nutzung von öffentlichen Flächen vor den Geschäften. Und so stehen Tische und Stühle beim Eiscafé „Schoko & Luise“ ebenso noch draußen wie beim Italiener „Andulino“ oder beim Stadtcafé. Beim Abwischen des Morgentaus streifen die Mitarbeiterinnen aber dann doch den dicken Pulli drüber.

Bald mit Weihnachtsdekoration

Rob Gbureck, Betreiber des Eiscafés „Schoko & Luise“, will ab kommendem Monat lieber auf warme Suppen als auf kalte Süßspeisen setzen. Und in gut vier Wochen dürfte auch schon wieder die Weihnachtsdekoration in der Altstadt montiert werden. Der 1. Advent fällt in diesem Jahr immerhin schon auf den 29. November.

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