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Hoyerswerda

Der General kommandierte das Zeltlager

Am letzten Wochenende fand ein Trainingslager der 1. Mannschaft des Fußball- Landesklässlers SV Zeißig statt.

Kopfstände für den Klassenerhalt: Für das Trainingslager des SV Zeißig, bei dem die Spieler auf dem Gelände zelteten, statt klassisch zu übernachten, wurde „General“ Erhard Weichert (hinten stehend links) für eine Einheit reaktiviert.
Kopfstände für den Klassenerhalt: Für das Trainingslager des SV Zeißig, bei dem die Spieler auf dem Gelände zelteten, statt klassisch zu übernachten, wurde „General“ Erhard Weichert (hinten stehend links) für eine Einheit reaktiviert. © Foto: Werner Müller

Von Werner Müller

Zeißig. Bundesliga-Fußball-Profis; selbst zweit- und drittklassige Mannschaften, buchen für ihre Trainingslager zur Saisonvorbereitung Nobel-Herbergen; nicht selten in fremden Landen. Ganz anders der SV Zeißig, der in der Landesklasse Sachsen Ost spielt. Der hatte zwar auch ein Trainingslager einberufen, aber unter ganz rustikalen Voraussetzungen: Die Männer haben auf dem Zeißiger Fußballplatz gezeltet!

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Höhepunkt des Wochenendes war, dass „General“ Erhard Weichert, der bis 2014 die Zeißiger trainiert hatte, nach sieben Jahren selbst auferlegter Fußballpause wieder ein Training mit den Männern des SV Zeißig gestaltete, die heute von seinem Sohn Falk Weichert betreut werden.

Schon am Donnerstag gab es das erste Training mit anschließendem Grillen. Freitag und Sonnabend folgten drei straffe Trainingseinheiten – und am Sonnabend noch, zur Auflockerung, Volleyballspiele.

„Diese drei Tage Trainingslager waren notwendig zur Vorbereitung auf die neue Saison. Der «General», noch einmal reaktiviert, hat die Jungs zwei Stunden intensiv «gequält» bei einer Trainingseinheit nach der «alten Schule». Diese Trainingsmethoden sind heutzutage nicht mehr so üblich. Aber es haben alle Gas gegeben. Es machte am Ende allen Spaß, weil sie wissen, dass sie auch gut vorbereitet in die Saison gehen müssen, um erfolgreich zu sein. Neben dem harten Training, bei dem die Männer gefordert wurden, nutzten wir vor allem die Möglichkeit, das Team zu festigen und auch, dass die Teamkameraden sich besser kennenlernen, und schufen so ein Gemeinschaftserlebnis. Vor allem bin ich sehr froh über die hohe Trainingsbeteiligung“, fasste Falk Weichert das Ganze zusammen.

Dabei gab’s ein Wiedersehen: Rostam Geso, Hoyerswerdaer Imbissbesitzer und in Vor-Corona-Zeiten eine feste Größe im Sturm des SV Zeißig (jetzt beim SV Lichtenberg im Erzgebirge unter Vetrag) steuerte Essen bei. „Auch der Zeißiger Westphalenhof unterstützte uns, so dass wir bestens versorgt waren.“

„Mit Erhard Weichert war’s für uns die anstrengendste Einheit mit sehr viel kurzen Sprints und Konditionsübungen“, schätzte Spieler Nico Helm ein, und sein Kollege Robert Lange ergänzte: „Gerade jetzt nach der sehr intensiven Einheit mit Erhard Weichert, wo alles gefordert wurde, da hat der eine oder andere ein wenig «ins Gras gebissen».“ Das bestätigte auch Sebastian Müller: „Es gab sehr schöne und knackige Einheiten. Was der Trainer uns vermittelte, ist deutlich im Team zu sehen, denn alle trainieren mit großem Fleiß, um die nächste Saison zu meistern.“

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