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Hoyerswerda

Der Keramik verschrieben

Eva-Ursula Lange schuf viele Plastiken. Die Künstlerin starb kürzlich im Alter von 92 Jahren.

Eva-Ursula Lange
Eva-Ursula Lange © Archivfoto: Mirko Kolodziej

Hoyerswerda. Verstorben ist bereits vor Weihnachten die Schöpferin der Domowina-Säule vor dem Bürgerzentrum, Eva-Ursula Lange. Im Sorbischen lautet ihr Name Jěwa Wórša Lanzyna. Die Künstlerin aus Baruth bei Bautzen wurde 92 Jahre alt. Einem Wikipedia-Eintrag zufolge erlag sie den Folgen einer Covid-19-Erkrankung.

Die Töpferlehre hatte Eva-Ursula Lange nach dem Krieg in Görlitz absolviert, obwohl sie eigentlich Biologin werden oder ans Theater gehen wollte. Und da sie begabt war, sollte sie in Prag studieren. Doch schon kurz nach dem Studium wurde sie krank, kam zwei Jahre ins Sanatorium. Zwischenzeitlich war die DDR gegründet worden, ihr Studium setzte sie in Leipzig fort, wo sie sich vor allem der Grafik widmete. Dort lernte sie ihren Mann kennen.

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Nach Bautzen kam Eva Ursula Lange, weil ihr Vater Sorbe und sie gut mit der sorbischen Kultur vertraut war. Außerdem arbeitete ihr Mann als Illustrator für eine sorbische Zeitschrift. Seit 1962, nach der Geburt des Sohnes, arbeitete sie freischaffend überwiegend als Buchgestalterin, sie hatte aber auch Aufträge zur Innenraumgestaltung und ein Faible für die sorbische Sagenwelt. Vor allem hatte sie sich der Keramik verschrieben. Unter anderem gestaltete sie auch einen Wandfries für die Knappenhütte am Knappensee. (MK/US)

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