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Der Schwarzkollmer Weg ist hinüber

Ein grundhafter Ausbau steht schon lange nicht mehr zur Debatte, war aber mal angedacht.

Das ist der Standard-Anblick des Schwarzkollmer Weges, wenn er nicht gerade instandgesetzt wurde. Dieses Foto entstand 2009. Nun sieht es wieder so aus.
Das ist der Standard-Anblick des Schwarzkollmer Weges, wenn er nicht gerade instandgesetzt wurde. Dieses Foto entstand 2009. Nun sieht es wieder so aus. © Archivfoto: Ralf Grunert

Torno/Lauta. Zuletzt im Herbst 2018 wurde der unbefestigte Schwarzkollmer Weg in Torno vom Lautaer Bauhof im Abschnitt zwischen den Rinderställen und der Einmündung Schulstraße instandgesetzt. Dabei kam Asphaltfräsgut zum Einsatz. „Das sollte jetzt ein bis zwei Jahre halten“, hatte Bürgermeister Frank Lehmann seinerzeit gesagt. Und das ist auch so eingetreten.

Davon hat sich Martin Herrmann, der Ortsvorsteher von Leippe-Torno, vor wenigen Tagen ein Bild gemacht. „Zu sagen, der Weg ist in einem desolaten Zustand, wäre die Untertreibung des Jahres. Er ist fertig“, informierte er in der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates von Leippe-Torno und reichte ein aktuelles Foto in die Runde. „Der Weg ist wieder zerfahren und das nicht von Radfahrern“, meinte Martin Herrmann mit Blick auf die Tatsache, dass der Schwarzkollmer Weg als kürzeste Verbindung zwischen Torno und Schwarzkollm gern von Radfahrern genutzt wird. Wenn er denn halbwegs befahrbar ist.

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Angesichts des aktuellen Zustandes des Schwarzkollmer Weges zitierte er aus der Ortschronik von Leippe-Torno. Darin heißt es: „Interessant ist, dass bereits am 8. April 1987 festgelegt wurde, die am Stall vorbei führende Straße (Schwarzkollmer Weg) zu befestigen. Dabei sollten wegen der Bedeutung des Stalles auch die Hauptnutzer, nämlich die LPG Pflanzenproduktion, mitwirken. Bis heute ist dieser Weg, an dem auch zwei Familien wohnen, unbefestigt und gleicht einer Kraterlandschaft. Immer wieder war die Straße in der mittelfristigen Finanzplanung enthalten. Anfangs wurde sie wegen der Wichtigkeit des Ausbaus von Straßen im dicht besiedelten Wohngebiet zurückgestellt, später aus weniger ersichtlichen Gründen. Vielleicht finden sich bis 2017, dem 30. Jahrestag der damaligen Übereinkunft, doch noch Partner, um diesem unzumutbaren Zustand ein Ende zu bereiten.“ Soweit der Auszug aus der 2013 erschienenen Chronik „Leippe-Torno von den Anfängen bis zur Eingemeindung“.

Apropos Eingemeindung von Leippe-Torno in die Stadt Lauta, die zum 1. Januar 2007 erfolgte: Im entsprechenden Vertragswerk war der Ausbau des Schwarzkollmer Weges ein Punkt. Der Ex-Bürgermeister und spätere Ortsvorsteher von Leippe-Torno, Karl-Heinz Löffler, hat viele Jahre auf die Erfüllung des Vertrages gepocht. Mehrfach scheiterte das an nicht bewilligten Fördermitteln für das Bauvorhaben, für das gut 340.000 Euro veranschlagt wurden. In der Endkonsequenz stellte sich die Frage nach der Notwendigkeit eines Ausbaus des Schwarzkollmer Weges angesichts der auf diesem stattfindenden Nutzung.

Martin Herrmann fordert keinen Ausbau des Weges, der regelmäßig von Landmaschinen zerfahren wird. Er richtete vielmehr die Bitte an die Stadtverwaltung, den Weg wieder instandzusetzen, sobald dafür Asphaltfräsgut, das bei Straßenbaumaßnahmen anfällt, zur Verfügung steht.

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