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Der Toleranz auf der Spur

Hoyerswerdas RAA zeichnete jetzt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an einem künstlerischen Wettbewerb aus.

So buchstabieren die Kinder des Hortes An der Elster das Wort Toleranz – hier Nia und Eric. Für diese Arbeit gab es einen der ersten Preise.
So buchstabieren die Kinder des Hortes An der Elster das Wort Toleranz – hier Nia und Eric. Für diese Arbeit gab es einen der ersten Preise. © Foto: Mirko Kolodziej

Hoyerswerda. Es sind nun fast drei Dekaden, dass die Regionale Arbeitsstelle für Bildung, Demokratie und Lebensperspektiven vor allem in den Schulen der Stadt und der Stadtregion dafür wirbt, andere Leute wenigstens zu tolerieren, besser noch zu akzeptieren. Ebenso lange, nämlich seit der Gründung 1993, ist Helga Nickich schon die Frontfrau der RAA.

„Ach, eine ganze, ganze Reihe unserer jungen Leute sind offen gegenüber anderen“, sagt die inzwischen 71-jährige Vorstandsvorsitzende des Vereins. Die RAA erreiche sicherlich nicht alle, aber doch viele. Motto: „Mit dem Zeigefinger geht es nicht, nur so, dass unterschiedliche Menschen Dinge gemeinsam miteinander tun“, erklärt Nickich ihre Haltung. Sie war dieser Tage am RAA-Jugendclubhaus bei der Preisverleihung zu einem Wettbewerb zu treffen, der sich wieder einmal mit der Kern-Frage des Zusammenlebens befasste.

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„Toleranz ist für mich ...“ war der Titel des RAA-Mal- und Fotowettbewerbs für Kinder und Jugendliche zum diesjährigen Toleranztag der Stadt und der Initiative Zivilcourage, den es mittlerweile auch schon wieder ein Jahrzehnt gibt. Eine ganze Reihe unterschiedlicher Arbeiten ist bei der RAA eingegangen. Anna von der Grundschule Am Park zum Beispiel malte ein Herz und Fynn von der Lindenschule erklärt auf einer Art Wandzeitung fast wissenschaftlich den Zusammenhang zwischen Toleranz, Akzeptanz und Respekt.

„Mensch ist Mensch“ heißt es auf einer Collage von Nele aus der Oberschule Lohsa. Und Hoyerswerdaer Oberschüler haben unter anderem Papiertürme zu jenem religiösen Mythos gebastelt, nach dem erst ein Turmbau am Euphrat beziehungsweise eine ungehaltene Gottheit dazu geführt haben, dass Menschen einander nicht mehr so richtig verstehen und redensartlich babylonisches Sprachgewirr auf der Welt herrscht. „Ihr habt gezeigt, dass ein buntes Miteinander großartig ist“, fasste bei der Preisverleihung Clubhaus-Leiterin Franziska Grabowski an die anwesenden Mädchen und Jungen gewandt zusammen. Manche von ihnen trugen kurze Kleider, andere Kopftücher. Manche von ihnen sind schmächtig, andere etwas kräftiger. Manche haben hellere, andere dunklere Haut.

Dank umfänglicher Sponsorenunterstützung konnte die RAA in fünf Kategorien mehr als ein Dutzend Haupt- sowie weitere Anerkennungspreise vergeben. Dann nahmen die Mädchen und Jungen Aufstellung, um die anfangs verteilten Röhrchen zu zücken. Viele bunt glitzernde Seifenblasen wehten über den Hof des Ossi. Ein bisschen getanzt wurde auch noch – und am Schluss konnten sich dann alle ein kühles Eis abholen.

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