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Deutschland-England live in der Kirchstraße

Wer etwas unternehmen will, stößt in der Stadtverwaltung Hoyerswerda auf offene Ohren.

Am 19. Juni konnte man in der Kirchstraße Hoyerswerda das Spiel Deutschland-Portugal verfolgen. Am 29. Juni ist an selber Stelle Deutschland-England zu sehen.
Am 19. Juni konnte man in der Kirchstraße Hoyerswerda das Spiel Deutschland-Portugal verfolgen. Am 29. Juni ist an selber Stelle Deutschland-England zu sehen. © Foto: Uwe Schulz

Hoyerswerda. Wenn am Dienstag um 18 Uhr im Londoner Wembley-Stadion Anstoß für die Achtelfinal-Partie Deutschland-England der Fußball-Europameisterschaft ist, dann kann man in Hoyerswerda live dabei sein – beim Public Viewing in der Kirchstraße. Die Idee war seit Tagen da, immerhin lief ja auch schon das Spiel Deutschland-Portugal am vergangenen Samstag auf dem 10 Quadratmeter großen LED-Monitor, aber so richtig klargemacht wurde die Veranstaltung am Donnerstag während der Einweihung des „Hoylings“.

Unternehmer Heiko Schneider sicherte zu, die Übertragung im Rahmen des Boulevard-Projektes möglich machen zu wollen. Auch wenn er die Unterstützung von Gewerbering Stadtzukunft und Citymanagement hinter sich weiß, muss es eben einen geben, der seinen Kopf hinhält. Christian Hoffmann, persönlicher Referent von Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh, führte fix ein paar verwaltungsinterne Telefonate und kündigte an, dass da am Freitag noch ein Antrag käme. Das könne man ja schon vorbereiten. Läuft. Heiko Schneider ist jemand, der Dinge auf die Beine stellt. Er registriert aber, dass seit dem Amtsantritt von Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh eine andere Kultur in der Verwaltung eingezogen ist. Beim letzten Public Viewing habe es sogar Rückfragen gegeben, ob alles klar sei, ob noch was zu klären ist: „Das ist neu für mich!“ Jetzt muss man noch schauen, wie die Kosten von rund 1.800 Euro allein für den LED-Monitor auf breitere Schultern verteilt wird. Aber auch das scheint zu funktionieren. Torsten Ruban-Zeh betont, dass es nicht darum geht, es jedem recht zumachen und schon gar nicht Gesetze zu umgehen. Es gehe aber um Entscheidungsfreudigkeit, konstruktives Denken. Kundenorientiertes Handeln liegt Hoffmann und Ruban-Zeh, beide im Handel groß geworden, im Blut. Letztlich könne es solche Veranstaltungen öfter geben. Aktuell sind ja die Sondernutzungen für kommunale Flächen leicht zu bekommen, im Rahmen des Boulevard-Projektes ist alles noch einfacher. Aber es braucht trotzdem jemanden, der es macht und organisiert, spielt Ruban-Zeh den Ball der Anerkennung zurück. Am Dienstag wird übrigens ab 16 Uhr die Kirchstraße für den Verkehr gesperrt und es wird aufgebaut, ab 17 Uhr gibt´s Getränke.

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