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„Die Einsamkeit vertreiben“

Der Seniorenklub der Caritas in Lauta öffnet an zwei Tagen in der Woche seine Pforten. Jeder Treff ist den Senioren willkommen.

In kleinen Runden sitzt man im Caritas-Seniorentreff beisammen.
In kleinen Runden sitzt man im Caritas-Seniorentreff beisammen. © Foto: Christine Primpke

Von Christine Primpke

Lauta. Seit dem 7. Juli ist der beliebte Seniorenklub der Caritas in Lauta wieder geöffnet. Schon lange sehnten sich die Senioren nach ihrem wöchentlichen Treff. Doch jetzt herrschen veränderte Bedingungen, ist von Cornelia Maltan, der Leiterin der Begegnungsstätte, zu erfahren. „Wie überall müssen auch wir uns der neuen Situation anpassen und den vorgegebenen Richtlinien Rechnung tragen. Der Abstand von 1,50 Metern ist im Klubraum einzuhalten. Die gewohnten Tischgruppen und Lieblingsplätze müssen vorerst umgestellt werden.“

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Nach der langen Corona-Pause treffen sich nunmehr immer dienstags am Vormittag fünf bis sechs Personen und am Nachmittag noch einmal so viele Senioren. Die gleiche Regelung gilt auch am Donnerstag. „Das ist ein Anfang“, finden die Senioren. „Wichtig ist, dass wir uns wenigstens in kleiner Runde nun regelmäßig sehen. Der Dienstag war schon immer ein fester Termin im Kalender, auf den wir uns freuten“, ergänzen einige Senioren strahlend. „Wir sind dankbar, dass wir uns treffen können, miteinander plauschen und uns über aktuelle Dinge austauschen.“

Neuerdings sind die Senioren die „Aktiven“ der wöchentlichen Treffs. „Wir vertreiben die Einsamkeit in unseren kleinen Runden.“ So wird aus dem täglichen Leben berichtet und darüber gesprochen, was einen derzeit beschäftigt. Das aktuelle Geschehen wird wie eine Art kleine Zeitungsschau behandelt. Man diskutiert unter anderem über einen Corona-Impfstoff, plaudert über alltägliche Dinge und berichtet über schöne Beobachtungen in der Natur.

Der große Wunsch der Lautaer Senioren: „Wir möchten uns gern bald wieder alle zusammen sehen können.“ Es geht darum, das Zusammengehörigkeitsgefühl auch unter den neuen Bedingungen im Rahmen der Möglichkeiten zu pflegen.

Während der kleinen Runden wird aber nicht nur geplaudert. Gedächtnistraining sowie leichter Hand- und Fußsport stehen ebenfalls auf dem Programm. Manchmal werden zwischendurch kleine Geschichten vorgelesen. Zur Aufmunterung und Optimierung der Geselligkeit greift Cornelia Maltan unter anderem auch gern mal zum Witzbuch. Dann steigt die Stimmung, und die Lachmuskeln werden strapaziert.

Die Leiterin des Seniorenklubs ist ihren Mitstreitern sehr dankbar. „Die neue Lage im Klub und die strikte Einhaltung des Hygienekonzeptes verlangt doch einiges mehr von den Mitarbeitern ab. Das reicht vom ständigen Desinfizieren im Eingangsbereich bis hin zum Säubern der abwaschbaren Tischdecken. Es sind viele kleine Dinge zu beherzigen, um die strengen Vorgaben zu erfüllen. Es sind zahlreiche, zusätzliche Anforderungen zu bewältigen.“

Teamwork ist die Voraussetzung, um den Senioren in Lauta ein paar angenehme Stunden zu ermöglichen, weiß Cornelia Maltan. Wöchentliche Arbeits- und Einsatzpläne für die Dienstage und Donnerstage gewährleisten eine reibungslose Durchführung der Treffs im Seniorenklub.

Wichtig ist darüber hinaus, dass die Mitarbeiter des Caritas-Teams auch weiterhin die Krankenbesuche durchführen.

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