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Die ersten Frühlingsblüher locken in den Steingarten

Am 12. März öffnet der Lausitzer Findlingspark in Nochten wieder seine Pforten. Eher als sonst, denn nach dem milden Winter ist die Natur schon erwacht.

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Wie die Narzissen recken sich schon überall im Findlingspark Nochten die Frühlingsblüher der Sonne entgegen. Die Winterheide hat sogar schon einen großen lila Teppich gebildet.
Wie die Narzissen recken sich schon überall im Findlingspark Nochten die Frühlingsblüher der Sonne entgegen. Die Winterheide hat sogar schon einen großen lila Teppich gebildet. © Foto: Förderverein Findlingspark

Nochten. Nach dem milden Winter ist die Natur in diesem Jahr schon recht weit. Im Lausitzer Findlingspark Nochten können bereits die ersten Frühlingsblüher bewundert werden. Besonders attraktiv ist die Winterheide: Sie ist in weiten Teppichen in vielen Farben zu erleben.

An diesem Sonnabend, dem 12. März, startet der Findlingspark in die neue Saison. Es ist bereits die 19. seit der Eröffnung des inzwischen europaweit bekannten Ausflugsziels in der Oberlausitz. Um den Parkbesuch für die Gäste in jedem Alter zu einem besonderen Erlebnis zu machen, hat sich der Förderverein als Betreiber wieder viel vorgenommen. Viele, teils mit Reet überdachte neue Sitzplätze laden schon in Kürze zum Verweilen und Betrachten ein. Im Sommer bekommen die jüngsten Besucher eine weitere Spiel- und Abkühlungsmöglichkeit: In der Nähe des Barfußpfades wird ein Wasserspielplatz errichtet. Außerdem soll der Wüsten-Spielplatz im Laufe des Jahres um neue Geräte wie eine Doppelschaukel oder Baby-Kamel-Wippe ergänzt werden. Alle diese Maßnahmen, wie auch die Errichtung des geplanten Mehrzweckgebäudes, werden im Rahmen eines Förderprogrammes der Landesdirektion Sachsen „GRW-Infra“ mitfinanziert.

Auf den Klimawandel vorbereiten

Durch die Unterstützung des ehemaligen Bundestagsabgeordneten Thomas Jurk konnten Fördermittel des Bundes akquiriert werden, mit denen der Findlingspark, wissenschaftlich begleitet durch die TU Dresden, auf den Klimawandel vorbereitet wird. Dabei geht es zum Beispiel um die Nutzung und Zucht von Pflanzen, die mit weniger Wasser den höher werdenden Temperaturen standhalten können. Nach und nach sollen zudem die benzinbetriebenen Fahrzeuge des Parks durch elektrische Transporter oder Rasentraktoren ersetzt werden. Außerdem wird der Findlingspark dank Errichtung einer Photovoltaikanlage im Jahr 2022 zum großen Teil auf erneuerbare Energiequellen umsteigen.

Leider geht auch am Findlingspark die Inflation nicht spurlos vorüber. Deutlich steigende Preise für Energie und Materialien lassen sich nur zum Teil durch Einsparungen kompensieren. Dass die gesetzliche Anhebung des Mindestlohnes die persönliche Betroffenheit jedes Arbeitnehmers etwas abmildert, ist in diesem Zusammenhang mehr als berechtigt, steigert allerdings auch die Kosten für das Betreiben des Parks. Deswegen sah sich der Vorstand des Betreibervereins gezwungen, die Eintrittspreise für den Findlingspark für Erwachsene auf sieben Euro und für Kinder auf drei Euro zu erhöhen. Der Verein hofft, dass die Besucher dafür Verständnis aufbringen.

Wieder beliebte Höhepunkte

Nach den corona-bedingten Ausfällen in den beiden Vorjahren hat die Saison 2022 wieder viele beliebte Höhepunkte zu bieten. Beim Frühlingsfest am 3. April, einem Sonntag, gibt es eine kostenlose Parkführung zu den Frühblühern, Unterhaltung mit den Heideländer Musikanten, Pony-Kutschfahrten sowie eine Seifenblasenshow und Spiele mit Clown Jejku.

Am 18. April, dem Ostermontag, lädt der Verein dann zum traditionellen Familienfest ein – und selbstverständlich werden auch diesmal am 1. Mai wieder viele Händler zum alljährlichen Pflanzenverkauf erwartet. Bereits jetzt arbeitet das Team an der Vorbereitung des Heidefestes am 4. September. (red/cok)