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PLUS Hoyerswerda

Die Medien-Anschlüsse sind fertig

Die Leitungen und Rohre sind die Voraussetzung für das Realisieren der angedachten Freizeit-Nutzungen am Scheibe-See.

Hier wuchsen vor reichlich einem Jahr noch Kiefern. Inzwischen liegen Strom, Wasser und Gas an. Und im Untergrund ist ein Abwasserpumpwerk enstanden.
Hier wuchsen vor reichlich einem Jahr noch Kiefern. Inzwischen liegen Strom, Wasser und Gas an. Und im Untergrund ist ein Abwasserpumpwerk enstanden. © Foto: Mirko Kolodziej

Kühnicht. Hoyerswerdas Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh (SPD), im Jahreswechsel-Interview mit dieser Zeitung nach dem Scheibe-See befragt, klang recht optimistisch: „Der Radweg ist da, die Anbindung. Der kleine Parkplatz und der Toilettenbau werden 2021 entstehen, es wird angefangen mit der Promenadenaufschüttung. Darüber hinaus schauen wir, wie übergangsweise die gastronomische Versorgung gelingen kann.“

Denn die unterirdisch erforderlichen Voraussetzungen für eine Entwicklung sind jetzt grundsätzlich geschaffen – auch unter dem erwähnten Radweg. Die Versorgungsbetriebe haben zum Beispiel reichlich einen Kilometer Trinkwasser-Leitungen in Richtung des Kühnichter See-Ufers verlegt. Beim Strom waren 1,8 Kilometer zu überbrücken, beim Gas immerhin 750 Meter. Außerdem kamen fast zwei Kilometer Abwasser-Rohre in die Erde. Kurz vor Weihnachten ist das Abwasserpumpwerk an der bisherigen Wendeschleife am Ende der Straße „Zum Scheibe-See“ fertig geworden. „Alle Medien und die Leerrohre für die Telekommunikationsnutzung stehen zur Verfügung“, melden die VBH. Denn für Telefon und Internet wurden gleich 1,9 Rohr-Kilometer vergraben.

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Wo bis vor gut einem Jahr noch Kiefernwald wuchs, findet man nun zwei Schaltkästen sowie gut ein Dutzend Schachtabdeckungen und -kappen. Hier macht ein Schild deutlich, dass Technik des Abwasser-Spezialisten Huber Technology im Spiel ist und da deuten Einprägungen wie „EN“ oder „W“ auf Energie und Wasser hin. Ein „Gas“ erklärt sich von alleine.

Die VBH beziehungsweise die Stadt Hoyerswerda investieren am See mit der Hilfe des staatlichen Bergbausanierers LMBV, genauer mit Geld aus dem §4 des Verwaltungsabkommens von Bund und Kohleländern zur Braunkohlesanierung. Dessen Inhalt unter anderem: „Erhöhung des Folgenutzungsstandards“.

Und so lässt die LMBV in Übereinstimmung mit den Worten des Oberbürgermeisters wissen, was als nächstes geplant ist. Man werde jetzt die Ausschreibung für den Bau des vorgesehenen Parkplatzes in Angriff nehmen. Vom Ort der zentralen Medienerschließung gesehen auf der anderen Seite der besagten Wendeschleife sind vor einem Jahr ebenfalls Bäume gefällt worden. In nicht allzu ferner Zukunft sollen auf der Fläche einmal 120 Autos parken können. Und zum vom OB erwähnten Toilettenbau heißt es: „Die mobile Sanitäranlage soll ebenfalls 2021 ausgeschrieben und anschließend errichtet werden.“

Was die Strandgestaltung und den Bau der zugehörigen Flanier-Promenade im Bereich des See-Rundweges betrifft, wird dagegen wohl noch etwas Zeit vergehen. Denn seitens der LMBV wird dazu mitgeteilt, dass dafür die Entwurfsplanungen fertig sind – Bauphase drei von neun.

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