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PLUS Hoyerswerda

Doppel-Konzert in der KulturFabrik

Offene Bühne mit Gedenken an Gerhard „Gundi“ Gundermann, Abendveranstaltung mit später, aber hoch verdienter Ehrung für drei Gewinnerinnen.

Beim Hoyschrecken-Preisträgerkonzert im Sommergarten der KulturFabrik Hoyerswerda trat am Sonnabend auch Paula Linke aus Leipzig auf; Gewinnerin der Publikumswertung im Wettbewerb 2020.
Beim Hoyschrecken-Preisträgerkonzert im Sommergarten der KulturFabrik Hoyerswerda trat am Sonnabend auch Paula Linke aus Leipzig auf; Gewinnerin der Publikumswertung im Wettbewerb 2020. © Foto: Gernot Menzel

Hoyerswerda. Zum jährlichen Gundermann-Wochenende des Seilschaft e. V. in der KulturFabrik (siehe auch unten) gehört die Peña. Ein doppeldeutiges Wort, kann es doch, je nach Aussprache und Kontext „Fels“, „Stein“ und „Schmerzen“ bedeuten – aber auch „Runde“; Gesellschaft“ und „Freundeskreis“. Hier traf alles zu: Ein wenig Schmerz noch immer, dass Gerhard Gundermann nicht mehr unter den Lebenden weilt, aber felsenfest gehört das (musikalische) Erinnern an ihn zu dem, was der Runde, dem Freundeskreis, also speziell Gundermanns Seilschaft e. V., Anliegen ist und was man mit der Gesellschaft, mit Gästen, teilt.

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Ein paar kleinere Kopfschmerzen kamen diesmal dazu, weil eine Reihe von Interpreten ihre ursprünglichen Zusagen für die nachmittägliche Peña, die ja auch eine Art offenen Liedermacherbühne ist, aus unterschiedlichsten Gründen zurückzog. Aber die mangelnde Masse wurde durch Klasse mehr als wettgemacht: Klaus Beirich (Dresden) und Michael Worf (Jena) spielten im Duett Gundermann-Lieder, und dann gehörte die Bühne für anderthalb Stunden Johan Meijer. Der Niederländer brachte Volkslieder, Eigenes, Lieder der Friedensbewegung der Achtzigerjahre und natürlich auch Gundermann-Stücke.

Eine Novität – und ein Wunsch

Neu war der Abend: Das Liederfest „Hoyschrecke 2020“, in das die Seilschaft organisatorisch eingebunden ist, hatte corona-bedingt nur virtuell stattfinden können. Aber das Preisträgerkonzert wurde nun nachgeholt. Auf der Bühne stand zunächst die Gewinnerin der Vor-Hoyschrecke-Publikumspreises, Clara (Kathrin Clara Jantke) aus Cottbus. Dieser Wettbewerb war von „Radio Slubfurt“, verbandelt mit dem „Fliedertee-Radio“ von Gundermanns Seilschaft e. V., als Hör-Ereignis organisiert worden.

Im eigentlichen Hoyschrecke-Wettbewerb, der in seinem 24. Jahrgang corona-halber als Video-Stream hatte stattfinden müssen, setzte sich die Leipzigerin Paula Linke in der Kategorie „Publikumspreis“ durch; den Preis der Jury bekam „Die Nowak“, Kunstfigur der Regensburgerin Rebekka Maier, zugesprochen. Vor ihrem Auftritt erhielten beide aus der Hand von KulturFabrik-Geschäftsführer Uwe Proksch ihre Trophäen: die in bewährter Art und Weise wie seit dem ersten Jahr des Wettbewerbs, seit 1997, von Helge Niegel geschaffenen „Goldenen Hoyschrecken“. Dann brillierten beide mit Stimme und Gitarre (Paula Linke) und Piano (Die Nowak). Das Konzert war gut besucht; natürlich wurden die Corona-Regeln eingehalten. Am Ende stand der Wunsch, dass das nächste Hoyschrecken-Preisträgerkonzert, so willkommen es für das Gundermann-Wochenende auch gewesen war, doch wieder als Krönung des eigentlichen Wettbewerbs im November stattfinden kann – und dass alle Auftritte des Jubiläumsjahrganges Nr. 25 in natura in der Hoyerswerdaer KulturFabrik an der Braugasse 1 erlebt werden können.

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