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Dreiweiberner mit Bärwalder See verbinden

Die Gemeinde Lohsa bekennt sich zu diesem Vorhaben und schließt eine Finanzierungsvereinbarung ab.

Dreiweiberner See
Dreiweiberner See © Foto: Mirko Kolodziej

Lausitzer Seenland. Zwischen Dreiweiberner See und Bärwalder See soll es bald eine touristische Radwege-Verbindung geben. „Wir streben weiter den Anschluss an den Dreiweiberner See in Richtung Boxberg an. Und das in hoher Qualität“, unterstrich Lohsas Bürgermeister Thomas Leberecht (CDU) in dieser Woche in der Sitzung des Gemeinderates. Dieser beschloss einstimmig den Abschluss einer Finanzierungsvereinbarung zwischen der LMBV und der Gemeinde Lohsa.

Die Vereinbarung gilt der Finanzierung von Planungsleistungen und weiterer Leistungen. „Mit diesem Maßnahme-Vorschlag sollen alternative Trassen für den Lückenschluss der Radwege-Verbindung Dreiweiberner See – Bärwalder See betrachtet, der Investitionsumfang ermittelt und Genehmigungserfordernisse aufgezeigt werden“, erläuterte Sven Koppen, Amtsleiter Bau- und Ordnungsamt, die Beschlussvorlage.

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Der Ausbau des Radwanderwegs ist seit Langem Ziel der Gemeinden Lohsa und Boxberg. Der Radweg ist Teil der überregionalen „Seenland-Route“. Diese Route ist in der Radverkehrs-Konzeption des Freistaates Sachsen in der Hauptwegeroute 39 integriert. Bereits 2009 hatte die Gemeinde Lohsa einen Maßnahme-Antrag eingereicht. Doch im Dezember 2010 kam es in der Elsterheide zum Grundbruch und im Juli 2012 zu einem Gelände-Einbruch auf den Kippenflächen im Bereich des früheren Braunkohlen-Tagebaus Werminghoff III / Lohsa. Daraufhin nahm die LMBV in Abstimmung mit dem Sächsischen Oberbergamt umfangreiche Flächensperrungen vor. Die Realisierung des Radwege-Projektes ist ausgesetzt bis zur Freigabe der Flächen.

Vorübergehend wurde inzwischen eine Umleitungsstrecke für die „Seenland-Route“ ausgewiesen. Diese wird über einen Abschnitt des Seeadler-Radweges geführt und kann aufgrund des schlechten Ausbauzustandes nur eine Übergangsregelung sein. Nach Starkregen häufen sich die Beschwerden der Nutzer über den Zustand des Weges massiv. Eine Wegeführung über die Innenkippe Lohsa ist nicht möglich. „Mit den vorliegenden Gefährdungen und mit dem Gefahrenpotenzial bleibt der geotechnische Sperrbereich weiterhin bestehen“, erläuterte Sven Koppen den Sachverhalt. Rund 2.000 Hektar zwischen Lippen und Lohsa sind gesperrt.

Im Auftrag der LMBV gab es bereits zahlreiche geotechnische Untersuchungen. Sie sollen die Ursachen der Grundbrüche klären. Starkregen kann zu sehr kritischen Situationen auf den Kippenflächen führen. „Gerade die Lohsaer Sande haben eine sensible Spezifik“, so Sven Koppen weiter. „Sie neigen leicht zur Verflüssigung – mit dem Ergebnis von Rutschungen und Gelände-Einbrüchen. Für das gesamte Areal zwischen Lohsa und Lippen wird jetzt ein Sanierungskonzept erarbeitet.“

Bei den Sanierungen einer Vielzahl weiträumiger Kippenflächen im Lausitzer Revier setzt die LMBV Prioritäten. Dazu gehören die Kippenbereiche Spreetal (Bundesstraße B 97), der Knappensee und der Silbersee. Auch die bergtechnische Sanierung im Bereich Lippen-Lohsa ist geplant. „Derzeit gibt es aber keine entsprechende zeitliche Einordnung dieser Sanierungsarbeiten“, merkte Sven Koppen an. Infolgedessen kann für die Realisierung der Radwege-Verbindung zwischen Dreiweiberner See und Bärwalder See kein verlässlicher Zeitpunkt benannt werden.

Im Ergebnis ist eine alternative Streckenführung zu finden. „Am Abzweig der B 156 und der Staatsstraße S 108 soll ein Kreisverkehr entstehen. In Zuständigkeit des Landkreises Görlitz soll der straßenbegleitende Radweg von Uhyst über den Kreuzungsbereich S 108 / B 156 bis zur Landkreis-Grenze entstehen. Daran wollen wir gern mit anknüpfen“, sagte Bürgermeister Thomas Leberecht (CDU).

Gemeinderätin Angela Kubicki (CDU) wohnt in Lippen und ist mit betroffen. „Ich finde es gut, dass der Seeadler-Radweg eingebunden ist. Ebenso sollten Driewitz und der künftige Weg von Driewitz nach Litschen eingebunden sein. „Wir wollen, dass auch Lippen mit beachtet wird.“

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