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PLUS Familienkompass 2020 Hoyerswerda

Durch das Auge einer Familie ...

Wie Familien Hoyerswerda unter verschiedenen Aspekten bewerten, zeigt der Familienkompass.

Die Erzieher der Stadt haben im Familienkompass eine hervorragende Bewertung erhalten.
Die Erzieher der Stadt haben im Familienkompass eine hervorragende Bewertung erhalten. © Archivfoto: Gernot Menzel

Hoyerswerda. Rund 15.000 Sachsen haben an dem 101 Einzelfragen umfassenden Familienkompass der Sächsischen Zeitung, Freie Presse und Leipziger Volkszeitung teilgenommen. In den folgenden Kategorien, wird das Leben und die Familienfreundlichkeit im Wohnort eingeschätzt.

Hoyerswerda erntet beispielsweise Lob bei der Schulvielfalt und der Wunschkita. Zu Bemängeln ist neben der Internetverbindung auch der ÖPNV – die Infrastruktur hängt etwas hinterher.

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Wohnumfeld/Wohlbefinden

Das Thema Wohnen zeigt in Hoyerswerda unterschiedliche Ansichten auf. Mit Blick auf das Angebot und die Kosten liegen die Antworten der Befragten deutlich über dem sächsischen Durchschnitt. Dennoch liegt das Ergebnis im mittleren Bereich. Denn immerhin ein Drittel wertet das Wohnungsangebot als „schlecht“ oder „sehr schlecht“.

Auch andere Faktoren werden so unterschiedlich bewertet, dass sie im Endergebnis dennoch durchschnittlich erscheinen.

Die Bewertung des Umfeldes fällt ebenfalls mittelmäßig aus: Das Verhältnis zu den Nachbarn und die Möglichkeiten zum Spielen zählen hier rein. Alles nah am Sachsenschnitt.

Die Frage nach dem Wohlbefinden deckt sich beinahe mit dem sächsischen Durchschnitt (1,73). Hier wird mit 1,76 die beste Bewertung des Themenkomplexes vergeben. 83 Prozent geben „gut“ oder „sehr gut“ an.

Ein deutlicher Nachholbedarf wird bei dem Aspekt „Schnelle Internetverbindung“ mit 3,24 aufgezeigt. Hier gibt es eine deutliche Diskrepanz. Etwa die Hälfte der Befragten bewertet „schlecht“ oder „sehr schlecht“ – abgeschlagen von der mittelmäßigen sächsischen Bewertung mit 2,63.

Gesundheit

Die niedergelassenen Ärzte sind schon lange ein Thema in der Stadt. Es schließen mehr Praxen, als neue öffnen. Daher sind die schlechteren Bewertungen auch nicht verwunderlich. Ganze 52 Prozent bewerten die Situation genügender Hausärzte mit „sehr schlecht“ oder „schlecht“. Bei den Fachärzten sind es sogar 58 Prozent. Beide Einschätzungen liegen damit unter dem Durchschnitt. Auch das Thema „schnelle Arzttermine“ wird kritisch gesehen. Das bewertet ebenfalls etwas mehr als die Hälfte als „schlecht“ oder „sehr schlecht“. Überdurchschnittlich ist hingegen die genügende Anzahl der Kinderärzte bewertet. Für immerhin 35 Prozent ist dieser Umstand „gut“ oder „sehr gut“. Die Erreichbarkeit der Kinderärzte erreicht die gute Note 2,26, was über dem Sachsen-Schnitt von 2,53 liegt.

Arbeit

Die Hoyerswerdaer schätzen besonders ihren kurzen Arbeitsweg, der eine Bewertung von 1,93 erhält und somit um 0,46 vorne liegt – anscheinend ein Pluspunkt in der Stadt. Geht es aber um die angemessene Bezahlung, die Sicherheit des Arbeitsplatzes und das Finden einer Stelle, sind die Befragten weniger zufrieden als der Sachse im Durchschnitt. Fast 38 Prozent geben an, dass eine Arbeit „schlecht“ oder „sehr schlecht“ zu finden sei.

Große Befürchtungen sind bei den Zukunftschancen der eigenen Kinder zu bemerken. Hier äußern sich rund 63 Prozent unzufrieden. Die Bewertung setzt sich deutlich vom sächsischen Durchschnitt ab.

Kita

Im Ranking des Landkreises Bautzen liegt Hoyerswerda in dieser Kategorie mit 2,21 auf Platz 4 – und damit vor dem Landkreis mit 2,49 und dem Freistaat mit 2,50. Obwohl fast alle Fragen besser als der Durchschnitt bewertet sind, so wird die gesunde Ernährung beispielsweise von knapp einem Fünftel der Befragten als „schlecht“ oder „sehr schlecht“ bewertet. Doch in Summe zeigen die Antworten auch eine starke Zufriedenheit bei Fragen nach der Ausstattung und der Organisation der Kita, die über 90 Prozent als „gut“ oder „sehr gut“ empfinden. Kinder werden optimal gefördert und Eltern werden gut informiert, befinden jeweils etwa drei Viertel der Befragten. Dass die Meinung der Eltern zählt – dem stimmen ebenfalls rund 90 Prozent zu. Nur die Bezahlbarkeit der Elternbeiträge liegt knapp unter dem Durchschnitt. Etwa 43 Prozent geben hier eine „schlechte“ oder „sehr schlechte“ Bewertung ab. Weiterhin positiv werden die Öffnungszeiten, aber noch mehr die geringe Entfernung bewertet. Die Wunsch-Kita bekommen zu haben, trifft ebenfalls auf den Großteil zu: Für 81 Prozent „gut“ oder „sehr gut“.

Schule

Im Fragebogen war das Thema in Lehre und Rahmenbedingungen geteilt. Die Lehre in Hoyerswerda landet im Landkreis auf Rang 5. Auch der gute Zustand der Schulgebäude spielt hier eine Rolle. Fast 65 Prozent der Befragten geben hier eine „gute“ bis „sehr gute“ Bewertung ab.

Die beste Bewertung in diesem Abschnitt erhält mit 2,30 die Frage, ob das Kind gerne zur Schule geht. Ähnlich kritisch, wie bei der Kita wird das Schulessen gesehen. Hier wird eine 3,27 vergeben, die noch unter dem Sachsen-Schnitt von 3,07 liegt. Auch etwas abgeschlagen ist die Klassenstärke. Über 43 Prozent geben hier eine „schlechte“ oder „sehr schlechte“ Bewertung ab. Mehr als zwei Drittel sehen keine Mobbing- und Gewaltprobleme.

Familienpolitik

Hier belegt Hoyerswerda die Spitzenposition im Landkreis mit der Bewertung 2,43, was über dem Sachsen-Schnitt von 2,60 liegt. Die beste Beurteilung erhalten die Schulvielfalt und kinderfreundliche Vereinszeiten. Je 70 Prozent geben hier „sehr gut“ oder „gut“ an. Knapp ein Viertel der Befragten zeigt sich unzufrieden mit der Vielfalt der Freizeitmöglichkeiten und dem Beitrag der Gemeinde für Familien. Nachholbedarf gibt es bei der ÖPNV-Anbindung, wie ein knappes Fünftel beklagt – ein Fünftel stimmt hingegen zu.

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