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Ehemalige Nähstube wird zum Café

Der Gebäudekomplex gegenüber der ehemaligen Brifa-Verwaltung in Laubusch bietet reichlich Spielraum für Veränderungen.

Von Ralf Grunert
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Rechts ist der Gebäudeteil zu sehen, in dem bis 2008 vom Verein für Arbeits- und Berufsförderung Lausitz eine Nähstube und Kleiderkammer betrieben wurde.
Rechts ist der Gebäudeteil zu sehen, in dem bis 2008 vom Verein für Arbeits- und Berufsförderung Lausitz eine Nähstube und Kleiderkammer betrieben wurde. © Foto: Ralf Grunert

Laubusch. Mit einer Fläche von rund 15.500 Quadratmetern und einem umfangreichen Gebäudebestand gilt das Grundstück gegenüber der ehemaligen Brikettfabrik-Verwaltung, in dem die Stiftung Internationales Informatik- und Begegnungszentrum Sachsen (IBS) ansässig ist, als ein Art Filet-Grundstück in Laubusch. Und das, obwohl viele Gebäude leer stehen und enormer Sanierungsbedarf besteht. Im Jahr 2017 hat sich die Stadt Lauta davon getrennt. Neue Eigentümerin wurde die IBS-Stiftung.

Deren Pläne für die Entwicklung des Areals sahen seinerzeit so aus: „Nicht sanierungsfähige Bausubstanz wird abgerissen. Die so entstehenden Freiflächen werden als Grünanlagen hergerichtet. Es entstehen Ausstellungsräume, Seminar- und Mehrzweckräume, offene Wintergarten- und Pavillon-Anlagen, eine Werkstatt und Garagen sowie eine befestigte Freifläche für Open-Air-Veranstaltungen.“ Der Gebäudekomplex auf der gegenüberliegenden Seite der Freifläche soll saniert und für die Einrichtung von Seminarräumen genutzt werden. „Vorgesehen ist auch eine Teilvermietung, um Vereinen der Region kostengünstig Räumlichkeiten anzubieten.“

Diese Gedanken, seinerzeit Inhalt des Konzeptes, mit dem sich die IBS-Stiftung die Zustimmung des Lautaer Stadtrates zum Verkauf gesichert hatte, sind inzwischen fünf Jahre alt. Für die Umsetzung des Nutzungskonzeptes wurden der Stiftung immerhin acht Jahre Zeit gegeben. Dabei soll aber nun von der ursprünglichen Planung abgewichen werden. Der Stadtrat hat sich in seiner jüngsten Sitzung damit befasst und allen Änderungen zugestimmt.

Das betrifft die Lkw-Garagen im Innenhof des einst von der Feuerwehr genutzten Gebäudeteils. Aus diesen sollte ein offener Wintergarten bzw. Pavillon werden. Daraus wird nichts. Geplant sind jetzt der Abriss und die Errichtung einer Einfriedung. Den Gebäudeteil, in dem mal Feuerwehr und Obdachlosenunterkunft zu finden waren, wollte die IBS-Stiftung ursprünglich so herrichten, dass er für Seminar- und Mehrzweckräumen genutzt werden kann. Nunmehr sieht es so aus, dass noch keine detaillierte Planung zur zukünftigen Nutzung existiert, allerdings auch klar ist, dass dieser Gebäudeteil weiterhin erhalten bleibt.

Klare Vorstellungen hat die IBS-Stiftung für den unmittelbar an der Hauptstraße gelegenen Gebäudeteil, der bis nach der Wende noch als Nähstube und Kleiderkammer genutzt wurde und eigentlich abgerissen werden sollte. Hier ist nun der Umbau zu einem Café mit zwei Gasträumen geplant. Eine entsprechende Baugenehmigung liegt bereits vor, ebenso wie eine Empfehlung des Touristikverbandes und eine Zusage von Leader-Fördermitteln, wie es heißt. Einen Zeitpunkt, wann das Café eröffnen soll, gibt es derzeit noch nicht.

Bürgermeister Frank Lehmann sieht in den von der IBS-Stiftung beabsichtigten Veränderungen eine „Verbesserung zum bisherigen Konzept“. Insbesondere die Café-Idee im Hinblick auf die touristische Nutzung kam bei den Stadträten gut an.