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Ein fröhliches Fest nach langer Wartezeit

Im Hoyerswerdaer Ortsteil Zeißig wurde am gestrigen Kindertag der Spielplatz an der Dorfaue eingeweiht.

Während einige „Lutkihaus“-Kinder noch Reste des Absperrbandes durchschnitten, wandten sich andere Blicke schon dem Spielplatz zu: „Geht’s endlich los?“
Während einige „Lutkihaus“-Kinder noch Reste des Absperrbandes durchschnitten, wandten sich andere Blicke schon dem Spielplatz zu: „Geht’s endlich los?“ © Foto: Uwe Jordan

Zeißig. Ostrock-Fans durften sich an Karats „Sieben Brücken“ erinnert fühlen, den Titel, in dem es heißt, der Hörer müsse „sieben dunkle Jahre übersteh‘n ...“ Genau so lange dauerte es, bis der neue Spielplatz an der Zeißiger Dorfaue, vormals Druschplatz vor dem Zeißighof, Wirklichkeit geworden war.

Jens Sarodnik, heute Vorsteher des Hoyerswerdaer Ortsteils, hatte das Projekt einst angeschoben – in der Hoffnung, seine Tochter könne von der neuen Anlage profitieren. Aber die mittlerweile junge Dame ist dem Spielplatz-Alter längst entwachsen. Trotzdem war es ein Glücksmoment für Jens Sarodnik, als sich gestern kurz nach 10 Uhr das rot-weiße Absperr-Flatterband unter der Schere in Erinnerungsschnipsel verwandelte und die Kinder des Lutki-Hauses die Geräte in Besitz nahmen. Sie hatten zuvor statt Karat den musikalischen Rahmen gestaltet: „Wir feiern heut ein Fest: Der Spielplatz, der ist schön ...“

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Eine 60.000-Euro-Investition

Es war schon „großer Bahnhof“. Gut 50 Interessierte, nicht zuletzt Stadträte aller Fraktionen, hatten sich eingefunden, um zu sehen, was mit 12.000 Euro städtischer Mittel in Szene gesetzt worden war. Dieser Betrag hätte freilich nicht gereicht. Weitere 48.000 Euro steuerte das EU-Förderprogramm Leader („Liaison entre actions de développement de l’économie rurale“, „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“) bei. Aber auch 12.000 Euro wollen ja bei Hoyerswerdas Haushaltslage erst einmal gestemmt sein. Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh (SPD), dem das erste Wort gebührte, hatte zu dieser Feierstunde (auch) seinen Amtsvorgänger Stefan Skora (CDU) geladen, unter dessen Ägide mit der Verwirklichung des Projektes begonnen worden war. Unter den Anwesenden auch Hoyerswerdas Bauamts-Chef Ulf Scholz, dem das Lob aller Redner galt: Hatten seine Mannen doch bis zum Ersatzneubau den alten Spielplatz betriebsfähig gehalten und bei der Herrichtung des neuen Hand angelegt, um das Projekt des Planungsbüros/Gartenateliers Ulrike Kühne gemeinsam mit der Bröthener Landschaftsbau-Firma Pasora und der Garten- und Landschaftsbaufirma Bohr (Weißenberg) umzusetzen.

Sarodnik erinnerte daran, dass es auch Versuche gegeben habe, den Zeißiger Spielplatz „normiert“ mit Edelstahl-Geräten zu errichten – letztlich aber habe man sich doch mit der Idee naturbelassenen Robinien-Holzes und Lutki-mäßiger Gestaltung durchsetzen können. So, wie es eben zum dörflichen Charakter passe.

Jetzt fehlen nur noch eine Bank und Fahrradständer (für die Eltern); aber, so Ruban-Zeh, das habe sich der Ortsvorsteher auf die Fahnen geschrieben, und daher werde wohl auch das bald erledigt sein.

Sarodnik treibt derweil schon ein anderes, weit größeres Projekt um: der Neubau der Zeißiger Kindertagesstätte. Sollen dem Spielplatz ja nicht die Besucher ausgehen!

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