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Hoyerswerda

Ein Hektar Wald in Lauta muss fallen

Mit den sterbenden Kiefern fällt auch ein natürlicher Lärmschutz entlang der Bahngleise in Süd.

© Symbolfoto: SZ Archiv

Lauta. Eine größere Holzung steht in Lauta-Süd bevor. Darüber informierte Bürgermeister Frank Lehmann in der jüngsten Sitzung des Lautaer Stadtrates. Betroffen ist ein etwa ein Hektar großer Waldstreifen zwischen der Schumannstraße und den Bahngleisen. Der Grund: Schädlingsbefall.

Binnen drei Wochen sind dort zahlreiche Kiefern braun geworden. Fast alle Bäume sind mit rindenbrütenden Schadinsekten befallen, heißt es in einer ergänzenden Mitteilung aus dem Rathaus. Die für Naturschutz verantwortliche Mitarbeiterin Antje Weiß und die zuständige Försterin Julia Menzel haben sich bei einem Treffen Anfang Juli verständigt, dass es sich nicht lohnt, die wenigen offensichtlich (noch) gesunden Kiefern auf der Fläche zu belassen. „Die Erfahrungen der letzten beiden Jahre haben gezeigt, dass die frei stehenden übrigen Bäume spätestens im Folgejahr auch befallen sind und sterben.“

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Aufforstung nicht erforderlich

Die Försterin wird sich nun darum kümmern, dass so schnell wie möglich ein Forstunternehmen gefunden wird, das für die Stadt Lauta die Bäume fällt und verkauft. Da es sich um ehemals hochwertige, sehr große, gerade gewachsene Kiefern handelt, bleibt unter dem Strich vielleicht noch ein kleines finanzielles Plus übrig, so die Hoffnung des Bürgermeisters. Da auf der betroffenen Fläche genügend Nachwuchs in Form von Eichen, Robinien und Traubenkirschen vorhanden ist, sei eine Aufforstung nicht erforderlich.

Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass für die Anwohner dieses Waldstreifens an der Schumannstraße durch die Holzung für längere Zeit erhebliche Beeinträchtigungen durch den Bahnverkehrs-Lärm zu erwarten sind. „Das ist sehr bedauerlich“, erklärt Antje Weiß, merkt aber an: „Die Pflicht zur Eindämmung des Schädlingsbefalls lässt jedoch leider keine andere Alternative zu, wofür die Stadtverwaltung nur um Verständnis bitten kann.“

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