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Ein Herz für Frösche & Co.

Fleißige Helfer für den BUND, jetzt hofft man auf mehr Tiere als in den Vorjahren.

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Der Amphibienschutzzaun ist aufgestellt.
Der Amphibienschutzzaun ist aufgestellt. © Foto: Thomas Mansfeld

Von Thomas Mansfeld

Bernsdorf. Am vergangenen Wochenende hat die BUND Ortsgruppe „Bernsdorf und Umgebung“ zum zweiten Mal den Amphibienschutzzaun in Wiednitz an der Bahnhofstraße aufgebaut. Man will den kleinen Hüpfern auch in diesem Jahr wieder helfen, unbeschadet die Straße zu queren und die Laichplätze zu erreichen. Sobald die Temperaturen nachts auf mehr als fünf Grad Celsius ansteigen, kommt bei den Amphibien Hochzeitsstimmung auf. Die Tiere begeben sich dann zu ihren Laichgewässern, um sich zu paaren.

Geplant war ursprünglich, dass der Bauhof der Stadt Bernsdorf den Auf- und Abbau übernimmt und dann die freiwilligen Helfer täglich im Morgengrauen die Leerung der Eimer übernehmen. Aus Personalmangel hatte der Bauhof aber darum gebeten, dass die Freiwilligen den Zaun auch in diesem Jahr wieder auf- und abbauen. Das kleine Team vom BUND konnte sich dieses Mal aber über unerwartet viele Helfer freuen. Sieben Schüler und Schülerinnen fanden sich spontan ein, um den Amphibienschutzzaun aufzustellen.

Der Bestand von Kröten, Fröschen und Co. geht generell, nicht nur in Wiednitz, immer mehr zurück. In früheren Zeiten waren es bis zu 6.000 Frösche, Kröten und Molche, die an dieser Stelle eingesammelt und über die Straße zum Teichrand gebracht wurden. In der Vergangenheit hatte sich Gerd Schön aus Wiednitz viele Jahre lang ehrenamtlich um die Tiere gekümmert. Um 2010 gab es sogar Überlegungen, an dieser Stelle einen Krötentunnel zu bauen. Dies wurde allerdings aus Kostengründen nicht umgesetzt.

Im letzten Jahr waren es hier an der Bahnhofstraße nur noch etwa 1.000 Tiere, hauptsächlich Knoblauchkröten, die in den Eimern gelandet sind und über die Straße zum gegenüberliegenden Teichrand getragen wurden. Man rechnet damit, dass es in diesem Jahr wieder mehr Amphibien geben wird, da das letzte Jahr nicht so trocken war wie die beiden Jahre davor.

Kontakt: www.gesunde-zukunft.eu/bernsdorf