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Ein Hilfeschrei von der Umleitungsstrecke

Die Verkehrsbelastung in Bluno hat unerträgliche Ausmaße erreicht – und niemand reagiert.

Kurz vor der Baustelle auf der B 97 bei Spreetal ist der Verkehr zum Erliegen gekommen. In Bluno hat er sich vervielfacht.
Kurz vor der Baustelle auf der B 97 bei Spreetal ist der Verkehr zum Erliegen gekommen. In Bluno hat er sich vervielfacht. © Foto: Mirko Kolodziej

Bluno. „Die Bürger sind am Limit. Es fängt früh um 4 Uhr an. Und abends um 22 Uhr ist noch lange nicht Schluss“, beschreibt Tanja Zippack die aktuelle Situation auf der Bundesstraße 156 in Bluno. Seit Sperrung der B 97 bei Spreetal führt die offizielle Umleitung aus und in Richtung Hoyerswerda durch das Dorf. 

Ortsvorsteher Udo Zippack spricht von einer „extremen Verkehrsbelastung“. Damit einher gehen unzählige Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung. „Es wird durchgebrettert. Die Lkw halten sich weder an die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h noch an die 50 km/h.“ Es wird im Ort überholt. Tanja Zippack berichtet davon, dass man an der Kreuzung als Linksabbieger in Richtung Welzow sogar noch links überholt wird. Anlieger der Bundesstraße haben es nicht leicht, von ihren Grundstücken auf diese aufzufahren, so dicht ist zumindest zeitweise der Verkehr. „So kann das nicht weitergehen“, stellt sie klar. Und Udo Zippack macht deutlich: „Wir brauchen dringend Hilfe.“ In einem Schreiben, so berichtet er, haben die Blunoer bereits eine Vor-Ort-Begehung mit der zuständigen Verkehrsbehörde gefordert. Eine weitere Forderung ist eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h für die gesamte Ortslage und für alle Fahrzeuge 24 Stunden am Tag. Die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit müsse natürlich kontrolliert werden. Das aber nicht nur auf Höhe der Kindertagesstätte, sondern auch im Bereich der Ortsein- und Ortsausfahrt Richtung Senftenberg. Und eine Verkehrszählung soll durchgeführt werden. Bei einer Polizeikontrolle vor gut einer Woche waren innerhalb von vier Stunden 1.110 Fahrzeuge gezählt worden, erinnerte Tanja Zippack.„Ich sehe das wie Ihr“, meinte Bürgermeister Dietmar Koark (CDU), der die Verkehrsbehörde in der Verantwortung sieht, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um die Situation in Bluno zu entschärfen. Bisher hat sich nichts getan. „Es ist die schon über Jahre hinweg praktizierte Herangehensweise unserer Verkehrsbehörde beim Landkreis, wo andere Behörden bereit sind, in ihrem Ermessen Entscheidungen zu treffen“, so die Feststellung des Bürgermeisters. Er spricht sich daher auch dafür aus, dass Entscheidungen nicht auf Sachgebiets-Leiter-Ebene belassen werden.

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Was die Baumaßnahmen an der B 97 angeht, so ließ Dietmar Koark wissen, dass die LMBV für den 9. Oktober zu einer Informations-Veranstaltung eingeladen hat.

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