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Ein wichtiges Stück Kirchengeschichte

Die Preußische obersorbische Kirchen-Agenda von 1899 haben Enthusiasten in Groß Särchen wiederentdeckt.

Von Andreas Kirschke
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Einen Schatz sichteten vor kurzem Pfarrer Christian Huth (li.) in Groß Särchen, Historikerin Lubina Malinkowa (Sorbisches Institut) und Günter Wenk, der sich seit Jahrzehnten im Gemeindekirchenrat Lohsa engagiert.
Einen Schatz sichteten vor kurzem Pfarrer Christian Huth (li.) in Groß Särchen, Historikerin Lubina Malinkowa (Sorbisches Institut) und Günter Wenk, der sich seit Jahrzehnten im Gemeindekirchenrat Lohsa engagiert. © Foto: Andreas Kirschke

Groß Särchen. Gebete, Lesungen und Liturgie enthält das Buch. Zwischen den Zeilen tauchen immer wieder handschriftliche Vermerke mit Bleistift auf. „Agenda za evangelsku krajnu cyrkej“ (Agenda für die Evangelische Landeskirche. Bautzen 1899 Druck Smolersche Buchhandlung) steht auf dem Titelblatt. „Ein solches Buch (eine ,Agenda‘) ist wie eine Anleitung, eine Abfolge, eine ,innere Ordnung‘ für den Gottesdienst“, sagt Christian Huth, Pfarrer des Evangelischen Pfarrsprengels Oberlausitzer Seenland mit den Gemeinden Lohsa, Groß Särchen und Uhyst Spree. „Mit dieser Vorlage hatten die Pfarrer eine sichere Orientierung und Anleitung für den Gottesdienst. An der Liturgie von damals hat sich bis heute wenig verändert. Schon die jüdischen Gottesdienste waren mit festen Abläufen gut geordnet und sind es noch heute. Unsere Kirche heute schließt daran an.“

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