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Eine Feier für Kunst und das Leben

Der 11. Kunstlandstrich sorgt für Begegnung in und um Hoyerswerda mit 45 Stationen.

An der Kummelmühle gab es viel Live-Musik im Grünen vor allem von aus der Region stammenden Musikern. Hinter der Maske des Huhnmannes verbirgt sich beispielsweise ein mittlerweile in Dresden lebender Hoyerswerdaer.
An der Kummelmühle gab es viel Live-Musik im Grünen vor allem von aus der Region stammenden Musikern. Hinter der Maske des Huhnmannes verbirgt sich beispielsweise ein mittlerweile in Dresden lebender Hoyerswerdaer. © Foto: Uwe Schulz

Hoyerswerda. Formulare zur Kontaktverfolgung und Desinfektionsspray gehören im Jahr 2021 auch zur Grundausstattung der rund 45 Stationen des 11. Kunstlandstrichs. Angesichts niedriger Inzidenzzahlen, der Impffortschritte und der Gier nach Leben füllen tausende Menschen am Wochenende nicht nur Innenstädte wie in Leipzig oder Dresden und die Hotspots im Lausitzer Seenland.

Es machen sich auch viele Menschen auf, um Stationen ihrer Wahl beim Kunstlandstrich – der kulturellen Hoyerswerdaer Landpartie – aufzusuchen, Unter dem Dach der Kulturfabrik Hoyerswerda haben Kulturschaffende und Privatleute Gärten und Höfe in Hoyerswerda, umliegenden Dörfern und auch an einigen Außen-Destinationen geöffnet. Es gibt Malerei und Grafik zu sehen, Skulpturen werden gezeigt, Webarbeiten und Fotografien ebenso. Das Wetter spielt grandios mit. An vielen Stationen sorgen Musiker für Unterhaltung. Es gibt Speisen und Getränke – vor allem aber Begegnung. Man erlebt Fachsimpeleien unter Künstlern, Gespräche mit Betrachtern. Teilweise seit Monaten eher brachliegende Kontakte werden gepflegt. Die Pandemie mit ihren Einschränkungen scheint weit weg zu liegen. Es wird eher das Leben gefeiert. Und während manche Station die Besucher nur so anzieht, herrscht anderswo gähnende Leere. Auch das gehört zu solchen Veranstaltungsformaten dazu.

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Die Vorbereitungen für den Kunstlandstrich begannen vor Monaten. So richtig konkrete Arbeiten wurden von den Stationsbetreibern freilich erst getroffen, als absehbar war, dass der Tag auch wie geplant stattfinden kann. Am Vortag dann das Bereitstellen der Infrastruktur, sodass am Sonntagmorgen in einigen Fällen ab 8 Uhr das eigentliche Aufbauen beginnen konnte, um zum Auftakt um 10 Uhr tatsächlich fertig zu sein. Gegen 18 Uhr schlossen sich dann wieder die Pforten, ging man hier und da freilich zu einem individuellen gemütlichen Tagesabschluss über.

Der nächste Hoyerswerdaer Kunstlandstrich dürfte in zwei Jahren wieder anstehen. Und es gab am Sonntag sogar Besucher, die äußerten, sich daran beteiligen zu wollen. Wie viele Stationen es sein werden? Schwer zu sagen.

Anja und Alf Wallner verwandelten ihren Garten in der Elsterheide in ein Wohnzimmer - u. a. mit Plakaten und eigenen Fotos von Ausstellungen in halb Europa.
Anja und Alf Wallner verwandelten ihren Garten in der Elsterheide in ein Wohnzimmer - u. a. mit Plakaten und eigenen Fotos von Ausstellungen in halb Europa. © Foto: Uwe Schulz
Anke Galle zeigte in der Fleischerei Sinapius eigene Werke, bot aber auch ein Mitmachbild an – hier der Stand am Morgen.
Anke Galle zeigte in der Fleischerei Sinapius eigene Werke, bot aber auch ein Mitmachbild an – hier der Stand am Morgen. © Foto: Uwe Schulz

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