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Eine halbe Million Euro zum Geburtstag

Die Kita „Fuchs und Elster“ in Wiednitz feierte das 65-jährige Bestehen und bekam eine großartige Überraschung.

Gabriele Schaar (v. l.), die Leiterin der Kindertagesstätte „Fuchs und Elster“ in der Wiednitzer Ortslage Heide, freute sich über die Fördermittelzusage, die Bürgermeister Harry Habel zur Feier des 65-jährigen Kita-Bestehens überreichte.
Gabriele Schaar (v. l.), die Leiterin der Kindertagesstätte „Fuchs und Elster“ in der Wiednitzer Ortslage Heide, freute sich über die Fördermittelzusage, die Bürgermeister Harry Habel zur Feier des 65-jährigen Kita-Bestehens überreichte. © Foto: Silke Richter

Von Silke Richter

Wiednitz. Damit hatten Gabriele Schaar und ihr Team nicht gerechnet: Bernsdorfs Bürgermeister Harry Habel (CDU) und weitere Vertreter der Stadt überbrachten am Sonnabend zum 65. Geburtstag der Kita „Fuchs und Elster“ nicht nur Glückwünsche und Geschenke, sondern auch eine Fördermittelzusage vom Bund in Höhe von 594.000 Euro. Mit dieser Summe können 90 Prozent der Kosten der geplanten Sanierung der Einrichtung, die sich in Trägerschaft des Christlich-sozialen Bildungswerkes (CSB) Sachsen befindet, gedeckt werden. Die restlichen zehn Prozent werden als Eigenanteil von der Stadt getragen.

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„Vor ein paar Tagen bekamen wir als Stadt das Signal, dass es mit der Fördermittelzusage klappen könnte. Wir wollten abwarten, bis es sicher ist. Am 16. Juni haben wir dann die Zusage erhalten“, berichtete Harry Habel bei der Übergabe, die sich als gelungene Überraschung für Erzieher, Eltern und Kinder gleichermaßen entpuppte.Die Wiednitzer Kindereinrichtung entstand vor mehr als sechs Jahrzehnten als Betriebskindergarten der ehemaligen Brikettfabrik. Nach der Wende stand ihr weiteres Bestehen aufgrund sinkender Kinderzahlen infrage, zumal es damals noch eine zweite Kita an der Bernsdorfer Straße in Wiednitz gab. Eine Entscheidung musste also her, war doch langfristig klar, dass nur eine Einrichtung bestehen bleiben könne. Letztlich war es ein Bürgerentscheid, der sich in der Mehrzahl für den Erhalt des Kitagebäudes „Fuchs und Elster“ in der Bahnhofsstraße 59 aussprach. „Das Haus und sein Außengelände hat sich deshalb durchgesetzt, weil wir hier eine wunderbare Parkanlage in der Kita haben. Das hat viele Eltern positiv gestimmt und überzeugt“, erinnert sich Gabriele Schaar.

Freilich reicht das allein nicht aus, um Kindern einen schönen Alltag und eine gute Vorbereitung auf die Schulzeit zu bieten. „Die Natur ist in unserem Alltag fest integriert. Die Kinder leben im Einklang mit den Jahreszeiten, erfahren und erkunden natürliche Prozesse und lernen sehr viel darüber“, so Gabriele Schaar über „ihre“ Kita, die bereits zweimal zum „Haus der kleinen Forscher“ ernannt wurde.

Festvorbereitung unter Zeitdruck

Die Einrichtungsleiterin und ihr Team sind sehr froh darüber, dass der 65. Geburtstag des Hauses überhaupt gefeiert werden konnte. Bis vor zwei Wochen stand das geplante Festgeschehen wegen der Corona-Pandemie noch auf der Kippe. Deshalb konnten die Vorbereitungen für die Geburtstagsfeier auch erst kurz vor dem Fest beginnen. Das war eine aufregende Zeit für die vielen fleißigen Organisatoren, die sich vor allem dem enormen Zeitdruck stellen mussten. Auch in dieser Hinsicht war auf die Eltern Verlass, die den Aktionstag unterstützten und somit ihren Beitrag für ein gelungenes Fest leisteten.

Auf die Besucher wartete zu Beginn des Nachmittages ein Programm, das von den Kindern gestaltet wurde. So wurden, sehr zur Freude der Besucher, alte Kinderlieder in moderne rockige Songs zum Mitsingen und Mittanzen umgewandelt. Eine Familie sponserte als Dankeschön und zum Abschied ihres Kindes ein Wildschwein zum Abendbrot. „Wir möchten uns bei allen Gratulanten, Unterstützern, der Stadt und dem Träger CSB bedanken. Ohne sie wäre unsere Kita und das Fest nicht das, was es heute ist“, erklärte Gabriele Schaar. Und CSB-Geschäftsführer Peter Neunert brachte es letztlich auf den Punkt: „Hier ist ein starkes Team aktiv. Hier blüht nicht nur die Heide, sondern das pure Leben. Weiter so!“

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