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Eine Zeitreise von 1959 bis 2020

Ehemalige Schüler sind begeistert von der neuen Hoyerswerdaer Oberschule.

Ehemalige Schüler besichtigen beim Klassentreffen in der neuen Oberschule Hoyerswerda eine Lernlandschaft.
Ehemalige Schüler besichtigen beim Klassentreffen in der neuen Oberschule Hoyerswerda eine Lernlandschaft. © Foto: Katrin Demczenko

Von Katrin Demczenko

Hoyerswerda. Wenn in der ersten in Hoyerswerda-Neustadt errichteten Schule im Oktober 2020 ein Klassentreffen stattfindet, ist das für die Teilnehmer etwas doppelt Besonderes. Nicht nur werden Erinnerungen ausgetauscht, sondern ein Blick in die Zukunft geworfen, denn dieses Haus wird wieder eine Art Nummer 1: Die Gesamt-Hoyerswerdaer Oberschule!

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Schon vor dem Haus im Wohnkomplex (WK) I mit der postalischen Adresse Claus-von-Stauffenberg-Straße 40 erzählen Birgit Böhme, heute stellvertretende Schulleiterin des Hoyerswerdaer Léon-Foucault-Gymnasiums und ihre Klassenkameraden vom Jahre 1966, als sie in die damalige Polytechnische Oberschule „Ernst Schneller“ aufgenommen wurden. „Die ersten vier Jahre hatten wir im Hortgebäude Unterricht“, erinnert sich Margrit Adlung. Sie gehörte damals zum Schulchor, den der Musiklehrer geleitet hat und erzählt von vielen Auftritten. „Bei einem, ich glaube, 1967 im Schlosssaal, war «Meister Nadelöhr» vom Kinderfernsehen dabei.“

„Die Bäume kennen uns noch“

Als die ehemaligen Schüler den Schulhof hinter dem Schulhaus betreten, stellen sie große Veränderungen fest. Wo einst der Hort stand, ist heute ein Parkplatz, und die alte Turnhalle ist einem modernen Schulanbau gewichen. „Die Bäume begrüßen uns jetzt, die kennen uns noch“, meint Andrea Martin (60), die aus Hamburg die weiteste Anreise hatte.

Im Foyer begrüßt die Schulleiterin Romy Stötzner ihre Gäste in dem Haus, in dem von 1959 bis 2002 Unterricht gegeben wurde. Dann stand es leer. 2016 begann die Stadt, die denkmalgeschützte Schule aufwändig umzubauen. Seit dem 31. August ist sie die modernste Oberschule, die Hoyerswerda je hatte. Das Haus mit den drei Pavillons ist liebevoll saniert worden und ermöglicht Unterricht nach einem neuen Lernkonzept, sagt Romy Stötzner. Sie lobt die Stadt Hoyerswerda für ihren Mut, diesen Weg zu gehen, und die Anmeldezahlen zeigen das Interesse der Eltern an der modern ausgestatteten Bildungseinrichtung. In großzügigen Lernlandschaften haben die je drei Klassen der Klassenstufen 5 bis 9 zumeist in Lerngruppen Unterricht. Die zehnten Klassen absolvieren in herkömmlichen Räumen ihren Unterricht und die Prüfungsvorbereitungen. Dank des „DigitalPakt(s) Schule“ ist die Oberschule voll digitalisiert. Überall gibt es einfach zu bedienende digitale Tafeln.

Die Bibliothek hat neben vielen Bücherregalen und Sitzecken einen bunten Teppich und Sitzsäcke, die für eine wohnliche Atmosphäre sorgen. „Ich fühl’ mich wie in der Lobby eines Hotels“, sagt die ehemalige Schülerin Kerstin Lansky verblüfft. Während ihrer Lehrerausbildung war sie noch einmal an ihrer Schule, um die schulpraktischen Übungen zu absolvieren. Heute gibt sie Mathematik und Physik an einer während der DDR-Zeit errichteten Schule in Cottbus, die jetzt rekonstruiert wird. „Alle Räume sind schon voll digitalisiert und bald wird es bei uns ähnlich aussehen wie in Hoyerswerda“, hofft Kerstin Lansky. Sie findet die neuen digitalen Lehrmöglichkeiten gut und die Schulleiterin Romy Stötzner nennt „ihre“ Bildungseinrichtung „eine Alternative für Hoyerswerdaer Kinder.“

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