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Hoyerswerda
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Episoden aus drei Jahrzehnten

„Offenen Werkstatt für Demokratie“ in der Stadtbibliothek in Hoyerswerda

Von Uwe Schulz
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Siegbert Matsch, Inhaber und Geschäftsführer der Hoyerswerdaer Wochenblatt Verlag GmbH, am Mittwoch beim Vortrag in der Stadtbibliothek.
Siegbert Matsch, Inhaber und Geschäftsführer der Hoyerswerdaer Wochenblatt Verlag GmbH, am Mittwoch beim Vortrag in der Stadtbibliothek. © Foto: Gernot Menzel

Hoyerswerda. Die Ausgabe Null des Hoyerswerdaer Wochenblattes wurde im Sommer 1990 in der Küche der damals in der Steinbrückstraße ansässigen Firma PSW erstellt, die folgenden Ausgaben entstanden dann schon nebenan in der Garage. Klingt nach Startup, damals war es eine der vielen Zeitungsverlagsneugründungen in Ostdeutschland. Heute ist die Hoyerswerdaer Wochenblatt Verlag GmbH die letzte verbliebene und produziert seit drei Jahrzehnten das Hoyerswerdaer Tageblatt, das innerhalb der Sächsischen Zeitung erscheint. Episoden von damals und wie sich nicht nur die lokale Medienlandschaft, sondern auch das Nutzungsverhalten vieler Menschen beim Thema Nachrichten und Informationsbeschaffung verändert haben, schilderte Verleger Siegbert Matsch am Mittwoch in der Stadtbibliothek im Rahmen der „Offenen Werkstatt für Demokratie“. Er spannte den Bogen vom Journalismusstudium, den Erlebnissen der Wendezeit und der zusammen mit dem damaligen Geschäftspartner Frank Treue umgesetzten Verlagsgründung bis hin zum vom Verlag betriebenen Newsportal Hoyte24 und den Herausforderungen der Gegenwart. Steigende Papierpreise und Mindestlöhne schrauben die Zeitungspreise in Höhen, die es etlichen an Informationen interessierten Leuten schwer machen, diese Summe aufzubringen. Es ist eine der Gründe, warum aktuell das E-Paper, also die digital verfügbare Zeitung, immer beliebter wird. Und selbstverständlich ergab sich im Laufe des Abends eine vielseitige Diskussion über dieses und jenes in Hoyerswerda und Umland.