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Erbsensoldaten, Glücksdrachenpech und Krabat-Geschichten

Drei neue Sagen-Bücher bereichern seit Donnerstag das Angebot der Krabatmühle im Schwarzkollmer Koselbruch – eine kleine Lese-Empfehlung.

Wo Geschichten erzählt werden: Thomas Delling (links), Carolin Eberhardt und Tobias Zschieschick mit den Neu-Büchern auf der Ofenbank in der Trachtenstube.
Wo Geschichten erzählt werden: Thomas Delling (links), Carolin Eberhardt und Tobias Zschieschick mit den Neu-Büchern auf der Ofenbank in der Trachtenstube. © Foto: Uwe Jordan

Schwarzkollm. Er war dann, trotz Ankündigung, doch nicht erschienen: Krabat. Eben so wenig der eigentliche „Hausherr“ der Schwarzkollmer Krabatmühle, der Schwarze Müller. Dabei hatten die beiden doch erst jüngst beim 1. Hoyerswerdaer Krabatmarkt verkündet, künftig viel mehr gemeinsam unterwegs sein zu wollen, um in der Öffentlichkeit für die Region zu werben ...

Nun gut; es war ja am Donnerstag, trotz vieler Zaungäste, kein Anlass für großes Publikum, sondern nur ein Pressetermin. Und vielleicht hatten die beiden Sagengestalten (bei Zauberern weiß man das ja nie ...), auch nur eine andere Gestalt angenommen, um halbwegs unbehelligt vom Fan-Interesse und also inkognito-effektiv ihre Mission erfüllen zu können. Denkbar wäre es, denn Thomas Delling, Aufsichtsrat der Krabatmühle und des Trägerwerks Soziale Dienste (TSD), hätte ebenso gut eine Verkörperung Krabats sein können wie Tobias Zschieschick, der Geschäftsführer der Krabatmühle, die Wiederkehr des Schwarzen Müllers. Farblich passend gekleidet war er jedenfalls. Doch Carolin Eberhardt, im zaubererfreien bürgerlichen Leben Referentin des Vorstandsvorsitzenden des (Hoyerswerda vielfach verbundenen) Trägerwerks Soziale Dienste (TSD), Bücher-Botin und Überbringerin – wem lieh sie Gestalt? Gewiss war sie an diesem Tage die Reinkarnation der Hanka aus der Krabat-Geschichte – denn diese Sage stand im Mittelpunkt des Donnerstagnachmittags.

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Ein Besucher-Verlangen erfüllt

Um es etwas prosaischer zu sagen: Am Donnerstag trafen die ersten Exemplare dreier Bücher ein, die künftig an der Tourist-Information bzw. im Souvenir-Shop des Bresan-Hauses der Krabatmühle Schwarzkollm am Koselbruchweg 22 erhältlich sind: „Glücksdrachenpech – Von Wassermännern, Drachen und Irrlichtern“ (Ingrid Annel, -2012- 100 Seiten, 9 Euro), „Erbsensoldaten – Von Zwergen, Zauberern und Krabat“ (Florian Russi -2013-, 132 Seiten, 10 Euro) – und, ganz neu „Krabat“ (Florian Russi, 24 Seiten, 2 Euro).

Alle drei stammen aus dem TSD-eigenen Bertuch-Verlag Weimar. Alle drei erzählen Lausitzer Sagen (neu). Besonders der „Krabat“, hübsch illustriert (unter anderem mit der Schwarzkollmer Mühle nebst Raben auf dem Titelbild) und nachvollziehend in mehreren Episoden das Geschehen um den Titelhelden samt Verweis auf die alljährlichen Schwarzkollmer Krabat-Festspiele, dürfte rasch die Publikums-Gunst erobern: Tobias Zschieschick erklärte, dass Besucher der Krabatmühle sich längst beharrlich ein schriftliches Souvenir vom zauberischen Ort gewünscht hätten: zum Mitnachhausenehmen für einen selber – oder als Gabe; dem so Beschenkten Lust machend, selbst einmal das Krabat-Land zu besuchen. Nun hat man es.

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