merken
PLUS Hoyerswerda

Es darf wieder getobt werden

Das Kinderland Böhm feierte beim Neustart am Kindertag auch ein internes Jubiläum.

Oliver Zblewski (li.) feierte am Dienstag sein zehntes Firmenjubiläum beim Kinderland Böhm. Geschäftsführer Stefan Böhm hatte eine kleine Überraschung parat.
Oliver Zblewski (li.) feierte am Dienstag sein zehntes Firmenjubiläum beim Kinderland Böhm. Geschäftsführer Stefan Böhm hatte eine kleine Überraschung parat. © Foto: Uwe Schulz

Hoyerswerda. Sonnenschein, Kindertag, pure Lebensfreude – auf dem Gelände der Awo-Kita „Spielparadies“ im WK IX wurde am Dienstag ordentlich getobt und gelacht. Ein Grund dafür waren zwei Hüpfburgen, die pünktlich am Morgen geliefert und aufgebaut worden waren. Jahrelang nichts Ungewöhnliches. In diesem Jahr ein Zeichen des Aufbruchs.

Stefan Böhm, Geschäftsführer von Kinderland Böhm, hat an diesem Morgen mit seinen Leuten vier Hüpfburgen ausgeliefert. Neben dem „Spielparadies“ hatte man auch die Pewo-Werkskita „Rohrspatzen“ und die private Kinderstube in der Comeniusstraße angesteuert. „Wir fangen wieder an“, sagt der Unternehmer, der im vergangenen Jahr das 30. Firmenjubiläum pandemiebedingt verstreichen lassen musste. Und auch wenn einige Großaufträge, die vom vergangenen in dieses Jahr verlegt worden waren, nun im Mai auch nicht gegriffen haben, so ist Stefan Böhm doch Optimist: „Eine Firma, die 30 Jahre besteht, geht nicht so einfach kaputt. Wir fangen jetzt wieder an.“ Also Werbung, Kundenaquise, ein paar Dinge abarbeiten. Neue Aufträge kommen teilweise eben auch so rein. So gibt es einen Auftrag am Wochenende in Cottbus. Man höre jetzt vielerorts wieder das Wort „Normalität“, schildert Böhm: „Alle wollen feiern und toben“. Freilich sind gerade Firmen in diesen Tagen noch vorsichtig, schauen, wie sich alles entwickelt, was geht und was nicht.

Klinik Bavaria Kreischa
Perspektiven Schaffen - Teamgeist (Er-) leben
Perspektiven Schaffen - Teamgeist (Er-) leben

Wir sind die KLINIK BAVARIA Kreischa - eine der führenden medizinischen Rehabilitationseinrichtungen in Ostdeutschland.

„Wir sind jedenfalls startbereit“, sagt Oliver Zblewski. Der Vierzigjährige ist beim Kinderland Böhm für die Lagerhaltung zuständig und weiß, dass alles sortiert, gewartet, kontrolliert, gegebenenfalls repariert worden ist. „Unser Haus- und Hof-Manager“ sagt Stefan Böhm. Und dieser 1. Juni ist auch in dieser Hinsicht ein besonderer Tag: Oliver Zblewski hat sein zehntes Dienstjubiläum beim Kinderland Böhm: Es gab eine dicke Umarmung vom Chef, einen Pokal, Luftballons und eine Prämie ist wohl auch drin. Die letzten Monate waren eben auch für die Firma eine ganz besondere Zeit. Das Geschäftsmodell verlor seine Basis. Für die vielen Mini-Jobber, mit denen Böhms zusammenarbeiten, brach eine Einnahmequelle weg. Böhms und Oliver Zblewski kümmerten sich anderweitig. Die Vermietung von Transportern, Lkw und Anhängern war das eine. Von befreundeten Firmen wie der WSG, den Zeitz-Apotheken und etlichen anderen übernahm man Aufträge, fungierte als Subunternehmer. Oliver Zblewski berichtet von seinen Erfahrungen beim Hausentkernen, bei der Kontrolle der Maskenpflicht in einem Betrieb, von Montagearbeiten und Möbeltransporten, Arbeiten in Gärten. Zuhause drei Kinder im Schul- bzw. Kita-Alter, die betreut werden mussten. Selbst der Jüngste mit seinen fünf Jahren könne jetzt Schach spielen. Und natürlich war da Zeit für Bauprojekte auf dem eigenen Grundstück. Es sind alles Erfahrungen, die Oliver Zblewski nicht missen möchte. Aber er freut sich jetzt wieder auf den regulären Kinderland-Betrieb, das Lachen der Kinder, wenn sie Spaß auf den unterschiedlichen Attraktionen haben.

Es war ein Tag der doppelten Freude. Denn mit dem Verleih der ersten Hüpfburgen, wie hier in der Kita „Spielparadies“, startet auch wieder der eigentliche Geschäftsbetrieb.
Es war ein Tag der doppelten Freude. Denn mit dem Verleih der ersten Hüpfburgen, wie hier in der Kita „Spielparadies“, startet auch wieder der eigentliche Geschäftsbetrieb. © Foto: Uwe Schulz

Mehr zum Thema Hoyerswerda