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Hoyerswerda

Ex-Stadträtin Ursula Biel verstorben

Ein Vierteljahrhundert lang war sie für PDS und Linkspartei in der Kommunalpolitik tätig.

Ursula Biel
Ursula Biel © Archivfoto: SZ

Hoyerswerda. In ihrem 80. Lebensjahr ist die langjährige Kommunalpolitikerin Ursula Biel verstorben. Über ihren Tod informiert Linkspartei-Stadtrat Ralph Büchner. Seit 1994 hatte Biel zunächst die PDS und bis 2019 dann die Linkspartei im Stadtrat vertreten. Noch bis zum vorigen Jahr gehörte sie dem Seniorenbeirat an. Ursula Biel, von Beruf Lehrerin, kümmerte sich vor allem um soziale Fragen. Schulen und Kindergärten; die Aktion 55 oder die Belange von Menschen mit Behinderungen waren unter ihren Themen. Biel engagierte sich im Jugendhilfeausschuss, im Schul-, Kultur- und Sozialausschuss, aber ebenso im Finanzausschuss sowie im 1999 gebildeten temporären Untersuchungs- und Beratungsausschuss zu wirtschaftlichen Ungereimtheiten beim Bau des Lausitzbades.

„Sie war mit Herz bei der Sache“, war im Internet die Reaktion von Ursula Biels ehemaligem Fraktionskollegen Joachim Lossack auf die Nachricht von ihrem Tod. Das galt auch außerhalb der Ratsarbeit. Denn als im Sommer 1992 im WK III Hoyerswerdas Frauenschutzhaus eröffnet wurde, war sie dessen erste Leiterin. Engagierte Hoyerswerdaerinnen hatten sich zusammengefunden, um für eine Stätte zu streiten, in der von Gewalt bedrohte Frauen und ihre Kinder eine Zuflucht finden konnten. Im Frühling 1992 fasste der Stadtrat einen entsprechenden Beschluss. Nach einer Ausschreibung übernahm der Demokratische Frauenbund die Führung des Hauses, das einmal eine Kinderkrippe war. Inzwischen existiert das Hilfsangebot nicht mehr. Eingezogen ist das Haus der Parität.

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Ursula Biel war im WK III zu Hause. Sie lebte hier seit 1965 und war 2014 unter jenen Bürgerinnen und Bürgern, die schriftlich bei der Stadt gegen beabsichtigte Abrisse im Viertel protestierten.

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