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Fast am Ziel bei der Glockenturm-Sanierung

Probleme bei der Material-Beschaffung verzögern die Arbeiten in Lauta Dorf. Nun soll die Fertigstellung im Juni erfolgen.

Am Glockenturm der Laurentiuskirche in Lauta Dorf ruhen derzeit die Zimmerer-Arbeiten. Denn es fehlt das benötigte Lärchenholz. Rund ein Drittel des Turmes ist noch zu verkleiden.
Am Glockenturm der Laurentiuskirche in Lauta Dorf ruhen derzeit die Zimmerer-Arbeiten. Denn es fehlt das benötigte Lärchenholz. Rund ein Drittel des Turmes ist noch zu verkleiden. © Foto: Christine Primpke

Von Christine Primpke

Lauta. Die Laurentiuskirche Lauta Dorf ist das älteste Gebäude der Stadt Lauta. In den Jahren 2017 bis 2019 wurden an ihr bereits umfangreiche Baumaßnahmen zur Sanierung und Werterhaltung durchgeführt. Dank vieler Spender von nah und fern ist es gelungen, die stark beschädigte Holzkonstruktion des Daches zu erneuern.

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Namhafte Künstler, unter anderem auch Matthias Eisenberg, waren vor Ort, um mittels Benefiz-Konzerten das Geld für die notwendigen Reparaturmaßnahmen aufzubringen. Zahlreiche ehrenamtliche Helfer, Förderer, Freunde und Partner haben das Projekt unterstützt.

Inzwischen gibt es eine neue Herausforderung. Es handelt sich um die Sanierung des frei neben der Laurentiuskirche stehenden Glockenturmes samt Geläuteanlage. Von 2013 an war dieses Projekt in der Vorplanung, dann wurde es wegen der dringender nötigen Sanierung des Kirchendaches zurückgestellt. Seit 2020 nun ist die praktische Ausführung im Gange.

Wie von Sigrid Roeser vom Gemeindekirchenrat (GKR) zu erfahren ist, sind alle notwendigen Maßnahmen entsprechend des Bauplanes umgesetzt und fast beendet. Die Dorfbewohner und weitere Interessierte verfolgen seit Monaten mit großem Interesse, wie es Schritt für Schritt vorangeht. Schon von weitem leuchtet nun das sanierte Glockenturmdach. Von den Handwerkern wurden und werden die notwendigen Arbeiten präzise ausgeführt.

„Natürlich könnten wir schon ein großes Stück weiter sein“, schätzt Sigrid Roeser ein. „Aber auch wir bekommen die Probleme der Corona-Pandemie zu spüren. Den Handwerkern fehlt es teils an wichtigem Zubehör und Material.“ Momentan ist es das größte Problem, gut getrocknetes Lärchenholz in ausreichender Menge zu beschaffen. Etwa zwei Drittel des Glockenturmes sind verschalt. Nun müssen die Zimmerer-Arbeiten für einige Wochen ruhen. Man konnte nur frisches Lärchenholz bekommen, das nun erst in Trockenkammern ruht. Lärchenholz eignet sich am besten für die Außenverschalung, weil es der Witterung länger standhalten kann als andere Holzsorten. „Durch den Trocknungsprozess haben wir nun etwa drei bis vier Wochen Verzug“, so Sigrid Roeser weiter. „Wir hegten den großen Wunsch, dass wir eventuell am Pfingstmontag einen Außengottesdienst durchführen können. Dieser Plan ist nun verworfen“, bedauert sie.

Erst wenn das getrocknete Lärchenholz zur Verfügung steht, voraussichtlich um Himmelfahrt herum soll es soweit sein, kann die Vollendung der restlichen Verschalung erfolgen. Das wird dann wohl den gesamten Mai in Anspruch nehmen.

Außerdem sind die zwei Glocken noch anzupassen und einzubauen. Sie lagern gegenwärtig bei der Firma Walter in Luckau.

Trotz der geschilderten Probleme sind die Mitglieder des Gemeindekirchenrates zuversichtlich und optimistisch. Die Handwerker geben ihr Bestes, damit das neu anvisierte Ziel geschafft wird. Ein festlicher Einweihungsgottesdienst im Freien am Glockenturm ist nun für den Juni geplant. Der exakte Termin für den festlichen Höhepunkt wird noch rechtzeitig und in geeigneter Weise öffentlich bekannt gegeben.

Für die Sanierungsmaßnahmen am Glockenturm ist eine Summe von 140.000 Euro veranschlagt. Der Gemeindekirchenrat hofft sehr, dass die anfallenden Kosten auch in diesem Rahmen bleiben.

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