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FBG besteht seit 30 Jahren

Die Forstbetriebsgemeinschaft „Ostkreis Spremberg“ hat mittlerweile über 600 Mitglieder.

Vorstandsvorsitzender Ulf Lutzens bei einer Begehung im Wald.
Vorstandsvorsitzender Ulf Lutzens bei einer Begehung im Wald. © Foto: Jost Schmidtchen

Von Jost Schmidtchen

Spremberg. Die Forstbetriebsgemeinschaft „Ostkreis Spremberg“ wurde am 22. Mai 1991 in Friedrichshain gegründet. Seitdem hat sie sich stetig weiterentwickelt. Immer mehr Mitglieder kamen hinzu, was auch eine Zunahme der eingebrachten Waldflächen bedeutete. Hinzu kamen Fusionen mit kleineren Forstbetriebsgemeinschaften, so 2005 mit der FBG Groß Kölzig/Döbern, 2008 folgte Trattendorf und 2017 Gosda I.

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Waren es bei der Gründung 226 Mitglieder, die 1.010 Hektar Wald einbrachten, verzeichnete der Geschäftsbericht des Vorstandes Ende 2020 606 Mitglieder mit insgesamt 2 870 Hektar Waldfläche. Sie umfasst in etwa eine territoriale Ausdehnung von Forst über das Amt Döbern-Land bis Spremberg und südlich weiterführend in den Altkreis Weißwasser hinein bis Bad Muskau. In diesem Raum wohnen auch die meisten Waldbesitzer, die Mitglied in der FBG sind. Allerdings haben die demografische Entwicklung, Erbschaften und Waldkäufe bewirkt, dass Mitglieder auch außerhalb wohnen. Das erstreckt sich von Bautzen über Ostsachsen bis in den Berliner Raum.

Begleitung bei Holzeinschlag

Forstbetriebsgemeinschaften sind ein freiwilliger privatrechtlicher Zusammenschluss von privaten und kommunalen Waldbesitzern mit dem Ziel, die Nachteile der Kleinprivatwaldbesitzer zu überwinden und damit eine günstigere Waldbewirtschaftung zu sichern. Dazu finden Beratungen und Schulungen statt, die Begleitung von Holzeinschlag und -verkauf, Hilfe bei der Fördermittelbeantragung sowie Hilfe beim Natur- und Forstschutz sowie bei Waldbränden. Der Einsatz von mittelständischen Firmen sorgt für Effizienz beim Holzeinschlag.

Auch Erfahrungsaustausche und Exkursionen werden organisiert. Sie dienen dazu, sich über Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten andernorts zu informieren. Im vergangenen Jahr erfolgte dies bei der FBG „Südharz“ und im Revier Elsterwerda/Übigau. Die Mitglieder konnten sich so Einblicke in die Schadholzsituation in anderen Revieren verschaffen und wie man dort mit der Waldsituation umgeht.

Gemeinsame Waldexkursion

Die heimischen Wälder haben im Moment einen hohen Stellenwert im öffentlichen Interesse. Die Schad- und Totholzbestände sind enorm, auch der jahrelangen Trockenheit geschuldet. Zum Thema „Ist es schon 5 vor 12 für unseren Wald?“ lud unlängst die Forstbetriebsgemeinschaft „Ostkreis Spremberg“ zu einer weiteren traditionellen Waldexkursion ein. Das Interesse der Waldbesitzer war groß, trotzdem konnten alle bei der gebotenen Vorsorge auf einer ausgedehnten Waldlichtung nahe einer frei geschlagenen Hochspannungsleitung vom Vorstandsvorsitzenden Ulf Lutzens begrüßt werden.

Im Mittelpunkt standen die Schad- und Totholzentnahme und die dabei vorhandenen Fördermöglichkeiten. Auch Fragen zur Wiederaufforstung der Flächen wurden beantwortet, ebenso zur Förderung des Waldumbaus. Ulf Lutzens, sein Stellvertreter Steffen Marko und Revierförster Peter Noack erläuterten das neue Förderprogramm „Bundeswaldprämie“. Einige Waldbesitzer haben es bereits beantragt. Es ist einfach zu gebrauchen, Hilfe gibt es bei der Antragstellung auch von der FBG. Die Forstfachleute machten den Exkursionsteilnehmern aber auch deutlich, wo die „Bundeswaldprämie“ an ihre Grenzen stößt. Die informationsreiche Exkursion mitten im Wald wurde dabei von schönstem Sonnenschein begleitet. Die Teilnehmer schätzten die Veranstaltung als gelungen ein.

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