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Festlicher Weihnachtsschmuck

Auf die Weihnachtsbäume muss niemand verzichten. Der Bauhof war dafür am Dienstag unterwegs.

Schön gewachsen ist die Coloradotanne, die am Dienstagmorgen auf dem Hoyerswerdaer Markt als Weihnachtsbaum aufgestellt wurde.
Schön gewachsen ist die Coloradotanne, die am Dienstagmorgen auf dem Hoyerswerdaer Markt als Weihnachtsbaum aufgestellt wurde. © Foto: Uwe Schulz

Hoyerswerda und Ortsteile. Das mit den Weihnachtsmärkten hat sich in diesem Jahr erledigt. Doch weihnachtlich geschmückt wird in diesem Jahr auf jeden Fall – ob nun privat oder im öffentlichen Raum. So wurde am Wochenende beispielsweise mit vereinten Kräften in Bröthen-Michalken die Weihnachtspyramide wieder neben dem Bürgerhaus aufgebaut. In Schwarzkollm soll das noch geschehen.

In der Hoyerswerdaer Altstadt zieht seit einer Woche das weihnachtliche Flair ein. Anfang der 46. Kalenderwoche nahmen Dachdecker Thomas Pflanz und Citymanager Frank Graumüller die Boulevard-Straßenbanner ab, machten Platz für die Adventsdekoration. Zuerst wurden dann im Auftrag der Stadt von einer Firma die Advents-Auslieger an den Laternen montiert, dann die dazu passsenden Straßenbanner. Das Lichternetz in den Bäumchen vor dem Bürgerzentrum Braugasse leuchtet bereits jetzt abends. Alles andere wird erst zugeschaltet nach Totensonntag. Vielleicht leuchtet dann auch wieder der Herrnhuter Stern über dem Fließ zwischen Fließhof und Haus am Fließ, der das ganze Jahr über nicht abgenommen worden war. Der Stern im Turm der Johanneskirche ist ebenfalls ein Klassiker. Aber auch der ist noch nicht montiert. Letztlich ist der leuchtende Adventsschmuck im Altstadtkern ein Zusammenspiel vieler Akteure – Privatleute, Gewerbetreibende, Gewerbering Stadtzukunft, Immobilienbesitzer, Stadtverwaltung.

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Vorgestern nun der Tag, der immer der Höhepunkt des Schmück-Prozederes ist: Der Weihnachtsbaum wurde auf dem Markt aufgestellt. Routiniert lief das ab. Nach Dienstbeginn rückte der Bauhof mit Unimog, Tieflader samt der beiden straff abgespannten Auflageböcke, Bagger und reichlich Personal am Fällort an. Unterstützt wird man dabei seit vielen Jahren von der Lautaer Firma Kotal und deren Autodrehkran. Bauhof-Chef Ulf Scholz hat die Weihnachtsbäume stets schon für die nächsten Jahre im Blick. Es sind keine Nadelbäume aus dem Wald, sondern Exemplare, die in der Stadt oder in einem der Ortsteile aufgewachsen sind. Meist sind sie im Laufe der Jahre größer geworden, als es den Grundstücksbesitzern lieb ist. Sie verdunkeln Wohnräume, nehmen Platz weg. Kurzum: Sie sollen ohnehin gefällt werden. Doch nur einigen wenigen Exemplaren ist ein letzter krönender Einsatz als Hoyerswerdaer Weihnachtsbaum vorbehalten. Dafür kommt nicht jeder infrage. Der Baum muss möglichst gleichmäßig gewachsen sein. Idealerweise in Kegelform. So wie die wohl 25 Jahre alte Colorado-Tanne, deren Stamm am Dienstagmorgen kurz über dem Erdboden in der Schulstraße auf einem Privatgrundstück durchtrennt wurde. Es sei sein 21. Weihnachtsbaum in der Stadt, schildert Ulf Scholz. Schätzungsweise 12-13 Meter misst der Nadelbaum in der Höhe. Kurz nach 9 Uhr bog der Weihnachtsbaumtransport in die Schloßstraße ein. Auf dem Markt und in der verlängerten Spremberger Straße war der erforderliche Schwenkradius mit Verkehrskegeln freigehalten worden. Kran und Bagger standen bereit, um den Baum vom Hänger zu heben und dann senkrecht in die Weihnachtsbaumhülse einzulassen. Anschließend ausrichten und verkeilen. Etliche Smartphones und Fotoapparate hielten das Geschehen bei schönstem Sonnenschein fest. Ulf Scholz weiß jetzt schon, wo die Weihnachtsbäume für die kommenden Jahre stehen. Sein Baum Nummer 22 wird aber nicht erst im kommenden Jahr aufgestellt, das erfolgte noch am selben Tag.

Denn am Nachmittag zog das eingespielte Team in der Neustadt das Fäll-Transport-Aufbau-Szenario erneut durch. Jahrelang wurde der Baum auf dem Lausitzer Platz von der Berufsfeuerwehr aufgestellt und auch geschmückt. In diesem Jahr hat das der Bauhof übernommen, wieder mit Hilfe von Kotals. Der Nadelbaum stammt aus der Lilienthalstraße von einem Grundstück der Wohnungsgesellschaft. Aufgestellt auf dem Lausitzer Platz werden kann er nur nach Ende des Wochenmarktes auf dem Lausitzer Platz. Die Hülse an sich ist zwar den ganzen Tag über frei, doch für den Baumtransport und die Technik braucht man Platz. Den gab es erst am Nachmittag, als die meisten Händler ihre Stände abgebaut haben.

Am und im Lausitz-Center wird schon seit Wochen geschmückt. Es dauert seine Zeit, bis die gesamte Dekoration angebracht ist. Jetzt also steht auch der Baum. Am Dienstag kurz nach 15 Uhr zog der Bauhof nach getaner Arbeit wieder ab.

Ja, die Vorweihnachtszeit wird in diesem Jahr anders sein als in anderen Jahren. Doch am festlichen Schmuck, an dem soll es nicht fehlen.

Am Dienstagnachmittag wurde der Weihnachtsbaum auf dem Lausitzer Platz aufgebaut. Kurz zuvor war er in der Lilienthalstraße gefällt worden.
Am Dienstagnachmittag wurde der Weihnachtsbaum auf dem Lausitzer Platz aufgebaut. Kurz zuvor war er in der Lilienthalstraße gefällt worden. © Foto: Uwe Schulz
Die Pyramide am Bürgerhaus Bröthen wurde am Wochenende aufgestellt. Die Figuren folgen noch. Und in Dörgenhausen soll bald der neue Schwibbogen leuchten.
Die Pyramide am Bürgerhaus Bröthen wurde am Wochenende aufgestellt. Die Figuren folgen noch. Und in Dörgenhausen soll bald der neue Schwibbogen leuchten. © Foto: Ralf Grunert

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