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„Florian Burg 11/46/1“ in Dienst gestellt

Das nagelneue Tragkraftspritzenfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Burg ist jetzt einsatzbereit.

Der Burger Ortswehrleiter Daniel Nowotnick (links), Spreetals Gemeindewehrleiter Oliver Puls und das neue Maskottchen vor dem Tragkraftspritzenfahrzeug.
Der Burger Ortswehrleiter Daniel Nowotnick (links), Spreetals Gemeindewehrleiter Oliver Puls und das neue Maskottchen vor dem Tragkraftspritzenfahrzeug. © Foto: Mirko Kolodziej

Burg. Feuerwehrleute aus Jasień rückten dieser Tage in Mannschaftsstärke am Feuerwehrgerätehaus in Burg an. Das polnische Städtchen ist gut 80 Kilometer entfernt – und die Partnergemeinde von Spreetal. Es gab etwas zu feiern, wozu Bürgermeister Manfred Heine (parteilos) bemerkte: „Was lange währt, wird gut.“ 

Denn nach dem Bezug des Depots im umgebauten Reitsport-Domizil Anfang 2014 stand laut Brandschutzbedarfsplan die Ablösung eines Kleinlöschfahrzeugs an. Der VW T4 war schon zur Indienststellung 2003 nicht mehr ganz neu. Man hatte stattdessen einen Krankenwagen umbauen lassen.

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Hergestellt in Görlitz

Der Ersatz kann sich sehen lassen. Bei der feierlichen Schlüsselübergabe waren alle Beteiligten voll des Lobes über die Maßanfertigung der Brandschutztechnik Görlitz GmbH. Das Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser (TSF-W) wiegt sieben Tonnen, bietet 180 PS und weist Platz für sechs Feuerwehrleute auf. Neben der namensgebenden Tragkraftspritze gehören zur Ausstattung unter anderem ein 900-Liter-Wassertank, eine Tauchpumpe, ein Stromaggregat und Spezialscheinwerfer für die Beleuchtung bei Einsätzen im Dunkeln. „Florian Burg 11/46/1“ hat die Gemeinde 157.000 Euro gekostet. 87.000 Euro hat der Kreis Bautzen übernommen. Der Rest stammt aus der pauschalen Jahreszuweisung des Landes Sachsen von 2018. Mit frei verfügbaren Eigenmitteln ist Spreetal nämlich nicht so reichlich gesegnet. Und weil die Finanzierung in Burg so gut funktioniert hat, soll sie nun für ein baugleiches Fahrzeug wiederholt werden. Am Dienstag beschloss der Gemeinderat einstimmig, aus der Landespauschale für dieses Jahr 65.000 Euro für die Beschaffung eines TSF-W für die Ortsfeuerwehr in Spreewitz zu verwenden. Der Kauf, hieß es, sei nicht nur laut Brandschutzbedarfsplan so vorgesehen, sondern auch dringend erforderlich. Das künftige Spreewitzer Löschfahrzeug wird dann schon standardmäßig über eine Beschriftung verfügen, auf deren Premiere am Burger TSF-W Spreetals Gemeindewehrleiter Oliver Puls besonderen Wert legt. „Ich bin sehr froh über die Kennzeichnung. Wir tun da einen großen Schritt, um das Zusammenwachsen deutlich zu machen.“ Denn das neue Logo zeigt erstmals den Schriftzug „Feuerwehr Spreetal“. Und auf der Heck-Jalousie prangt das Gemeinde-Wappen in unübersehbarer Größe.

Maskottchen aus dem Fernsehen

Auch das Kfz-Kennzeichen HY FS 112 hat entsprechende Symbolkraft. „FS“ steht für Feuerwehr Spreetal und 112 ist natürlich die Nummer des Notrufs. Ein anderes Fahrzeug der Spreetaler ist bereits ähnlich markiert. Der Kommandowagen ist mit dem Kennzeichen KM FS 112 unterwegs.

Eingetroffen ist die Burger Neuanschaffung schon Mitte August. Denn so viel Technik will erprobt sein. „Wir haben dreieinhalb Wochen intensiv geübt“, sagt Ortswehrleiter Daniel Nowotnick. Seine Truppe besteht aktuell aus 13 aktiven Mitgliedern. An der Nachwuchsarbeit, sagt Bürgermeister Heine, sei nichts auszusetzen. Und so warfen die jüngsten Gäste einen Kennerblick auf das Maskottchen, das die Gemeindeverwaltung zum neuen Auto spendierte. Das Plüschtier hat seine Vorlage in der Trickfilm-Serie „Paw Patrol“. Der Dalmatiner Marshall ist sozusagen ein Feuerwehr-Hund. „Das ist jetzt der Marshall von Burg“, wurde also festgelegt.

Und nur ein paar Schritte von der Fest-Szenerie entfernt lagerte vor dem bis 2014 genutzten Geräte-Häuschen am Sportplatz Baumaterial. Die Gemeinde hat die Immobilie nach etwas Hin und Her verkauft. Der Betreiber der Seniorenwohnanlage „Herbstsonne“, Karsten Rudolph, lässt zwei weitere Wohneinheiten herrichten.

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