Partner im RedaktionsNetzwerk Deutschland
SZ + Hoyerswerda
Merken

Forschen am 200 Jahre alten Poesiealbum

In Lohsa hat der Förderverein Zejler-Smoler-Haus gerade ein besonderes Buch auf dem Tisch.

Von Andreas Kirschke
 5 Min.
Teilen
Folgen
NEU!
Andreas Löpke zeigt das Poesie-Stammbuch der Familie Görne. Noch sind einige Umstände zur Herkunft des Buches ungeklärt und einige Fragen zu den Einträgen offen. Der Förderverein Begegnungsstätte Zejler-Smoler-Haus ist daher für jeden Hinweis und für jede
Andreas Löpke zeigt das Poesie-Stammbuch der Familie Görne. Noch sind einige Umstände zur Herkunft des Buches ungeklärt und einige Fragen zu den Einträgen offen. Der Förderverein Begegnungsstätte Zejler-Smoler-Haus ist daher für jeden Hinweis und für jede © Foto: Andreas Kirschke

Lohsa. Ganz oben mittig steht die Liebe. Glaube und Hoffnung umranken sie. In der Mitte der Seite ist studentische Lebensfreude zu lesen. Mehrere Einträge sind in Latein geschrieben. „Wer nicht liebt Wein, Weib und Gesang, der bleibt ein Narr sein lebenlang“, schrieb Jan Arnošt Smoler (1816–1884) als Student am 26. September 1836 frohgemut in das Stammbuch eines gewissen Görne. Der kaum 20-jährige Smoler studierte damals Evangelische Theologie in Breslau. Sein Vermerk ist einer der Einträge in einem einzigartigen Poesie-Stammbuch. Volker Kunert aus Dresden überließ es dank Vermittlung durch Chronist Siegfried Dankhoff in Friedersdorf dem Förderverein Begegnungsstätte Zejler-Smoler-Haus Lohsa.

Ihre Angebote werden geladen...