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Hoyerswerda

Hoyerswerdaer müssen erneut wählen

Die Oberbürgermeisterwahl ist nicht entschieden. Im ersten Wahlgang liegen Torsten-Ruban-Zeh (SPD) und Dorit Baumeister (parteilos) vorn.

Torsten Ruban-Zeh entschied den ersten Wahlgang für sich.
Torsten Ruban-Zeh entschied den ersten Wahlgang für sich. © Foto: Gernot Menzel

Hoyerswerda. Da  sich der Amtsinhaber nicht mehr zur Wahl stellt, wird es  ab November  einen neuen Oberbürgermeister oder eine neue Oberbürgermeisterin in der Stadt Hoyerswerda geben. Am Sonntag hatten rund 27.600 Wahlberechtigte die Möglichkeit, mitzubestimmen, wer ins Rathaus einziehen soll. Fünf Personen standen zur Wahl.  Das sind Dorit Baumeister (parteilos/Wahlbündnis Linke, Grüne, Aktives Hoyerswerda), Claudia Florian (CDU), Marco Gbureck (AfD), Dirk Nasdala (parteilos) und Torsten Ruban-Zeh (SPD). Keiner der Kandidaten erhielt 50 Prozent (plus eine Stimme) der Stimmen. Also gibt es am 20. September den zweiten Wahlgang.

Die meisten Stimmen erhielt Torsten Ruban-Zeh (31,8 Prozent), gefolgt von Dorit Baumeister (27,8 Prozent). Es folgen Marco Gbureck (18,5 Prozent), Claudia Florian (11,7 Prozent) und Dirk Nasdala (10,2 Prozent). Die Wahlbeteiligung lag bei 52,9 Prozent und damit deutlich über der des ersten Wahlganges der OB-Wahl vor sieben Jahren.

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Letztlich wird man es erst wissen, wenn der Wahlausschuss am Freitag sein Ergebnis bekannt gegeben hat. Aber Stand Montagabend sieht es danach aus, dass beim zweiten Wahlgang am 20. September dieselben fünf Namen auf den Stimmzetteln stehen, wie am 6. September. Torsten Ruban-Zeh tritt selbstverständlich an. Dorit Baumeister auch: „Knapper Platz zwei ist ein wunderbares Ergebnis für jemanden, der nicht aus der Stadtpolitik kommt, sondern von außen, der sich aber seit 20 Jahren mit dieser Stadt auseinandersetzt. Das Ziel ist nach wie vor, dass ich möchte, dass wir eine parteilose Frau im Rathaus sitzen haben. Das würde Hoyerswerda sehr gut zu Gesicht stehen.“

Marco Gbureck sagte gegenüber TAGEBLATT, dass er mit seinem Ergebnis nicht unzufrieden ist, sich aber ein besseres vorgestellt hatte. In zwei Wochen will auch er es noch einmal wissen und an einem besseren Abschneiden arbeiten.

Claudia Florian ist einerseits froh, dass die AfD kein sonderlich starkes Ergebnis eingefahren hat, andererseits ist sie mit ihrem eigenen Abschneiden nicht zufrieden. Am Wahlabend und auch gestern war sie der Auffassung, dass es konsequent ist, auch beim zweiten Wahlgang dabei zu sein. Allerdings sollte das Montagabend erst noch mit ihrem Team beraten werden.

Ähnlich sieht es Dirk Nasdala. Selbst nicht so gut abgeschnitten, aber die AfD im ersten Wahlgang nur auf Platz 3. Klar sei er enttäuscht, über seine Platzierung. Aber aller Voraussicht nach wird auch er nicht zurückziehen. 

 Um 18 Uhr wurden die Wahllokale beschlossen. So lief die Auszählung der Stimmen: 

19.35 Uhr: Das vorläufige amtliche Endergebnis liegt vor. Ruban-Zeh (31,8 Prozent) hat die meisten Stimmen erhalten. Es folgen Baumeister (27,8), Gbureck (18,5), Florian (11,7) und Nasdala (10,2). Die Wahlbeteiligung beträgt 52,9 Prozent. 

Da keiner der fünf Bewerber die absolute Mehrheit erzielt hat, sprich 50 Prozent aller Stimmen plus eine Stimme, muss am 20. September ein zweites Mal gewählt werden. Dann ändert sich allerdings auch der Modus. Oberbürgermeister wird derjenige, der die meisten Stimmen bekommt.

Kurz nach 19 Uhr: Die Auszählung der drei Briefwahl-Bezirke hat begonnen. Nun heißt es, sich in Geduld üben. Um die 4.000 Wähler haben von der Briefwahl Gebrauch gemacht, heißt es. Die große Stimmenzahl könnte durchaus das bisherige Ergebnis noch mal durcheinanderwirbeln.

18.59 Uhr: Nun ist auch die Auszählung in Bröthen/Michalken als dem letzten Wahllokal abgeschlossen. Nun stehen nur noch die Briefwahl-Bezirke aus. An der Reihenfolge hat sich nichts geändert. Ruban-Zeh (30,3) liegt aktuell vorn. Es folgen Baumeister (27,0), Gbureck (21,1), Florian (11,7) und Nasdala (9,9). Die Wahlbeteiligung ist leicht auf 39,5 Prozent gestiegen.

18.50 Uhr: Die Auszählung geht rasant weiter. 20 von 26 Wahlbezirke sind erreicht. Die aktuelle Reihenfolge: Ruban-Zeh (29,8), Baumeister (27,2), Gbureck (21,6), Florian (11,6) und Nasdala (9,9). Von knapp 24.000 möglichen Stimmen zu diesem Zeitpunkt wurden rund 9.300 abgegeben. Macht eine Wahlbeteiligung von 38,9 Prozent. 

18.44 Uhr: Es sind 14 und damit mehr als die Hälfte der Wahlbezirke ausgezählt. Der Vorsprung von Ruban-Zeh (29,4) auf Baumeister (28,0) schrumpft. Es folgen Gbureck (21,4), Florian (11,7) und Nasdala (9,6). Die Wahlbeteiligung liegt bei 37,9 Prozent.

18.35 Uhr: Zehn Wahlbezirke sind ausgezählt. Die Wahlbeteiligung liegt bei 40 Prozent. Rubah-Zeh (31,4) behauptet die Spitze vor Baumeister (26,8), Gbureck (19,7), Florian (12,8) und Nasdala (9,4).

18.31 Uhr: In den ersten fünf ausgezählten Wahlbezirken lag die Wahlbeteiligung insgesamt bei unter 40 Prozent. Rubah-Zeh (30,6) liegt zu diesem Zeitpunkt vorn, gefolgt von Baumeister (25,0), Gbureck (20,1), Florian (13,6) und Nasdala (10,8).

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