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Hoyerswerda
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Fußball muss zusammenrücken

Der Hoyerswerdaer FC (HFC) will mindestens in die Sachsenliga und im Nachwuchs enger mit Zeißig kooperieren.

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© Symbolfoto: Werner Müller

Hoyerswerda. Auch wenn er schon ein paar Tage zurückliegt: der erste Neujahrs-Empfang des Hoyerswerdaer Fußball-Club e. V. (HFC) im Hotel „Zur Mühle“ schlug Pflöcke ein in Sachen Hoyerswerdaer Fußball. Der hat in den letzten 103 Jahren seines Betrieben-Werdens durch die Vorgänger-Vereine des HFC, aber auch durch den heutigen Club hierorts gute und schlechte Zeiten erlebt: einerseits legendäre Spiele des 1919er-Clubs in Vorkriegszeiten; „Unabsteigbar-Sein“ von „Pumpe“ in der DDR-Liga, das Anklopfen an die Tür des Profi-Fußballs durch den FSV um 2000 – andererseits nach personellen/finanziellen Turbulenzen wenig später der tiefe Fall des nunmehrigen FC Lausitz in Kreisliga-Niederungen und die langsame Wiederauferstehung des Hoyerswerdaer Fußballs dank des und in dem endlich vereinten Kernstadt-Fußball-Sportbetriebs im HFC, der momentan in der Kreisoberliga Westlausitz spielt.

Torsten Berge als Vertreter des Premiumsponsors zeigte in seiner Hauptrede, worauf es ankommt: „Wir müssen dafür sorgen, dass der Hoyerswerdaer Fußball wieder die Nummer Eins in der Region wird.“ Wunsch und Traum sei es, dass der HFC mindestens in der Sachsenliga spielen sollte. Deshalb sollten die Sponsoren zusammenhalten.

Die Besten in einen Verein!

HFC-Vereinsvorsitzender Bernd Ziemann gab seiner Freude darüber Ausdruck, dass nach mehreren Jahren Abstinenz ein amtierender Oberbürgermeister bei solch einem Vereins-Höhepunkt zugegen war. Letztmals hatte Horst-Dieter Brähmig (PDS/Die Linke) († 2017) den direkten Weg zum HFC, damals noch FSV Hoyerswerda/ FC Lausitz gefunden; nun sein Nach-Nachfolger Torsten Ruban-Zeh (SPD). Weitere Freude: „Andere Vereine der Region wie zum Beispiel Budissa Bautzen sind der Meinung, dass wir beim HFC eine gute Nachwuchsarbeit leisten, die zwischen Dresden und Cottbus kaum noch in dieser Art zu finden ist. Dies funktioniert nur, wenn unsere Trainer und Betreuer weitergebildet werden.“ Der allseits beklagte Mitgliederschwund sei beim HFC nicht spürbar. „Probleme haben wir nur bei den A-Junioren, können aber unseren Spielbetrieb aufrechterhalten. Es gibt Gespräche zwischen dem HFC und dem SV Zeißig wegen einer Spielgemeinschaft der A-Jugend.“

Der Cheftrainer der „Ersten“, Stefan Hoßmang, nannte die Kreisoberliga-Vertretung „Zugpferd“ des Vereins und bezeichnete die hervorragende Jugendarbeit als Pfund des HFC. In Erinnerung aber bleiben nicht zuletzt die Worte des Oberbürgermeisters, der an den Weg des Handballvereins LHV Hoyerswerda erinnerte: „Es war eine schwere Arbeit, die Handball-Kräfte zu bündeln und dadurch eine Macht in der Region zu werden. Was wir auch geschafft haben! Dies sollten wir in Hoyerswerda auch für den Fußball tun. Die besten Spieler sollten in einem Verein spielen.“ (red/LH/JJ)