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Ganz nah bei den Schützlingen

Die Hoyerswerdaer Zoo-AG bringt Schülern das Pflegen von Tieren nahe – und dabei wird kräftig mit angepackt.

Schüler der Hoyerswerdaer Zoo-AG wollen das Kaninchengehege ausmisten. Tiere-Betreuen ist eben nicht nur Kuscheln und Streícheln.
Schüler der Hoyerswerdaer Zoo-AG wollen das Kaninchengehege ausmisten. Tiere-Betreuen ist eben nicht nur Kuscheln und Streícheln. © Foto: Katrin Demczenko

Von Katrin Demczenko

Hoyerswerda. Immer bei der Arbeit sind die neun Teilnehmer der älteren Gruppe der Zoo-Arbeitsgemeinschaft (AG) unter Anleitung der Zoopädagogin Silke Kühn: Sie beobachten Hühner – oder die Schlangen im Tropenhaus. Sie haben für die Braunbären eine anspruchsvolle Beschäftigung gebaut. Oder sie helfen den Zootierpflegern beim Füttern und Sauberhalten der Tiere.

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Jetzt messen die 13-jährige Dete und ihre AG-Mitstreiter gerade das Kaninchengehege aus. Silke Kühn bringt später neue Holzhäcksel, die die Jugendlichen im Gehege verteilen. Neugierig schauen die Kaninchen den jungen „Zweibeinern“ zu, die sonst eher selten in ihrem Gehege sind.

Mit eigenen Händen etwas schaffen

Als die 13-jährige Maya den Tieren während einer Arbeitspause Zweige mit frischem Grün reicht, fressen die Kaninchen, und die AG-Mitglieder beobachten sie dabei. Die Gymnasiastin aus Kamenz hält zu Hause Achatschnecken, ein Axolotl und zwei Schlangenarten in insgesamt vier Terrarien. Da ihre Tiere in jeweils unterschiedlichen Zeitabständen zu füttern sind, schreibt sich Maya alle Termine in einen Kalender. Neues Wissen hat sie von Silke Kühn gelernt, die mit der Zoo-AG schon bei den Schlangen im Tropenhaus gewesen ist. Die 13-jährige Lilli aus Steinitz kennt die Tierhaltung ebenfalls von zu Hause und erzählt von Hühnern, deren Eier im Brutkasten ausgebrütet werden. Drei Kamerunschafe fungieren „als lebendige Rasenmäher“, die nur sehr wenig Wolle produzieren und vom Äußeren her eher an Ziegen erinnern. Im Zoo kümmert sich die AG auch um die Ouessantschafe. „Beim Scheren waren wir noch nicht dabei“, sagt Dete, die mit Lilli die Paulus-Schule Königswartha besucht.

Die Freundinnen erzählen von Hängematten, die die Gruppe im Erdmännchen-Gehege unter Verwendung gespendeter Schläuche der Kinder- und Jugendfeuerwehr Sabrodt an stabilen Ästen aufgehangen hat. Die Tiere müssen ihren Weg in die Hängematte selbst finden, erklärt Vin Valentino das Prinzip dieser Tierbeschäftigung. Seine Familie wohnt in einem Dorf bei Schwepnitz und hält ebenfalls Haustiere. Der 13-Jährige pflegt sie gern, und in der Zoo-AG hat er darüber hinaus das Basteln mit Holz für sich entdeckt. Er sagt: „Mit eigenen Händen etwas Schönes für die Tiere zu schaffen, macht doch Spaß.“

Treffen mit Cottbuser Zoo-AG

Die AG-Mitglieder lernen an je einem Sonnabendvormittag und an zwei Donnerstagnachmittagen im Monat die Arbeitsaufgaben von Zootierpflegern kennen, sagt Silke Kühn. Die Eltern bezahlen die Teilnahme ihrer Kinder für ein Schuljahr.

Die aktuelle Gruppe erlebt jetzt wegen der Pause durch die Corona-Pandemie eine Verlängerung. Die Schüler werden noch den Zoo Cottbus besuchen und die dortige Zoo-AG treffen. Danach wird die AG im Zoo Hoyerswerda der Gastgeber sein.

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