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Gerhard Möhwald „wird nie vergessen“

Bei der Eröffnung des neuen Bernsdorfer Wohngebietes wurde auch ein Straßenschild enthüllt.

Ute Backemeier (re.) und ihre Tochter Madeleine Raschinski enthüllen das Schild mit dem Namen ihres Vaters und Opas. Die Wohngebietsstraße im neuen Wohngebiet ist nach dem Ehrenbürger und Ex-Bürgermeister von Bernsdorf benannt.
Ute Backemeier (re.) und ihre Tochter Madeleine Raschinski enthüllen das Schild mit dem Namen ihres Vaters und Opas. Die Wohngebietsstraße im neuen Wohngebiet ist nach dem Ehrenbürger und Ex-Bürgermeister von Bernsdorf benannt. © Foto: Ralf Grunert

Bernsdorf. Emotionale Momente begleiteten am Donnerstagvormittag die kleine Feier anlässlich der Eröffnung des neuen Bernsdorfer Eigenheimstandortes an der Friedrich-Engels-Straße. Mit dabei waren Ute Backemeier und Madeleine Raschinski, Tochter und Enkelin des 2012 im Alter von 92 Jahren verstorbenen Gerhard Möhwald. Beide enthüllten sichtlich bewegt ein Straßenschild mit dem Namen des Ehrenbürgers und langjährigen Bürgermeisters von Bernsdorf.

„Da kommen Erinnerungen hoch“, flüsterte Ute Backemeier, die vor Aufregung seit 3 Uhr nicht mehr hatte schlafen können, wie sie erzählte. „Mein Magen dreht sich“, meinte Madeleine Raschinski beim Anblick des noch verhüllten Schildes eingangs der neuen Wohngebietsstraße. „Das ist eine Ehre für ihn und für die Familie“, freute sich die Tochter von Gerhard Möhwald über die Anerkennung. „Ich bin stolz auf Opa“, merkte die Enkelin an, die bei den Großeltern aufgewachsen ist. Das Haus befindet sich sogar in Sichtweite der Gerhard-Möhwald-Straße, deren Benennung übrigens auf einen Vorschlag der AG Stadtgeschichte zurückgeht.

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Auch Bürgermeister Harry Habel hat Gerhard Möhwald in bester Erinnerung. „Er wird nie vergessen werden. Er war für mich ein Vorbild. Er war immer zu sprechen, er hatte Visionen und hat viel für Bernsdorf erreicht.“ Er habe ihn auch im ASB-Pflegeheim, in dem Gerhard Möhwald den Lebensabend verbracht hat, besucht. „Und er war der einzige Bürger jemals, der bei mir im Amt war und dem ich versprechen musste, dass ich zu seiner Beerdigung komme.“ Ein Versprechen, das Harry Habel selbstverständlich eingelöst hat.

Mit der Entscheidung zur Schaffung eines neuen Eigenheimstandortes hat die Stadt Bernsdorf ins Schwarze getroffen. Der Spatenstich erfolgte Ende Oktober letzten Jahres. Im Dezember war bereits ein Drittel der 25 zur Verfügung stehenden Parzellen weg. Aktuell gibt es für lediglich zwei Baugrundstücke noch keine Reservierung. Die ersten zwei Häuser stehen schon im Rohbau, der Innenausbau beginnt. An der Bodenplatte eines dritten Eigenheims wird bereits gearbeitet. Etwa die Hälfte der Erwerber kommt aus Bernsdorf, die andere Hälfte von außerhalb. Ein Ehepaar kehrt aus Aachen zurück in ihre Heimatstadt.

Rund 950.000 Euro investierte die Stadt in das neue Wohngebiet, von der Planung bis zum Sektempfang zur Eröffnung. „Wir bereiten den nächsten Bauabschnitt bis zur Apfelallee vor“, kündigte der Bürgermeister an. Es sollen wieder 25 Parzellen entstehen. Medien liegen an. Zuvor wird sich die Stadt aber erst mal um die Erfassung und Vermarktung von Restflächen kümmern.

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