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Gute Laune, Toleranz und Verständnis

Zwischen Rätseln, Kuchen und Spielen war Zeit für Begegnung und Austausch.

Beim Stadtteilfest im Hoyerswerdaer WK III begegneten sich Jung und Alt.
Beim Stadtteilfest im Hoyerswerdaer WK III begegneten sich Jung und Alt. © Foto: Angela Donath

Von Angela Donath

Hoyerswerda. Zwischen dem 27. September und dem 11. Oktober finden in Hoyerswerda zahlreiche Veranstaltungen innerhalb der Interkulturellen Woche statt. Alle Veranstaltungen haben das Ziel, zu einem verständnisvolleren Zusammenleben von Bürgerinnen und Bürgern unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion beizutragen und somit Respekt, Toleranz, Vielfalt und Akzeptanz zu fördern. 

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Interkulturelle Wochen finden seit dem Jahr 1991 überall in Deutschland statt. Das diesjährige Motto lautet: „Zusammen leben, zusammen wachsen“ oder hier in der zweisprachigen Lausitz auch: „Zhromadnje žiwy byč, zhromadnje zrosć“.

Am 1. Oktober wurde ein Stadtteilfest im WK III veranstaltet. Akteure dieses Stadtteils, insbesondere das Team um Irena Kerber vom CVJM (Christlicher Verein Junger Menschen) und Vertreterinnen und Vertreter des Hauses der Parität hatten Groß und Klein zu Staffelspielen, Bastelangeboten, einem Kuchenbasar und Ständen zum Mitmachen eingeladen. „Es war in diesem Corona-Jahr gar nicht so einfach, die gewohnten Akteure für das Stadtteilfest zu begeistern“, sagt Irena Kerber. „Fest eingeplante Mitmacher waren sehr zögerlich mit ihren Zusagen oder sprangen ganz ab. Doch ausfallen lassen wollten wir die Veranstaltung auch nicht.“

Selbst das Wetter spielte mit

Das wäre auch schade gewesen, denn auf der Freifläche vor der Lindenschule bot sich gegen 15.30 Uhr ein wunderbares Bild. Die Sonne hatte sich gerade durchgekämpft und schien auf die Seniorinnen und Senioren vom Blinden- und Sehschwachenverband und auf die gegenübersitzenden Kinder herunter. Die beiden altersmäßig doch sehr unterschiedlichen Mannschaften waren schwer mit einem Lieder- und Märchenquiz beschäftigt. Lieder für die Älteren, Märchen für die Kinder. Obwohl die Mannschaften im Wettbewerb standen, wurde geholfen und geflüstert. Es war erstaunlich, was die „Gegenseite“ alles wusste. Viel Spaß, gute Stimmung und großes Gelächter. Für die Siegerteams – beide – gab es Süßigkeiten oder Kaffee.

Natürlich war auch für das leibliche Wohl gesorgt. Am Vorabend hatten Irena Kerber und der Jugendkreis des CVJM Muffins gebacken, 72 Stück. Die wurden auch gebraucht, denn so viele Gäste hatten sich inzwischen auch eingefunden. Die einen betätigten sich sportlich, andere lösten Rätsel, wieder andere plauderten einfach nur.

Würstchen für Muffins

Als es gegen Abend kühler wurde, zog es die Senioren nach Hause. Stille trat dennoch nicht sofort ein, jetzt kam der Jugendkreis des CVJM an die Reihe. Die Muffin-Bäckerinnen und -Bäcker vom Vorabend kamen vorbei, nun kamen als Dankeschön Würstchen auf den Grill.

An diesem Nachmittag stimmte alles – die Stimmung, die Mischung der Kulturen und Generationen und sogar das Wetter. Dank den Ausrichtern und Helfern wurde gezeigt, dass man sich ohne viel Geld, aber mit guten Worten und Taten in Hoyerswerda gut verstehen kann.

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