merken
PLUS Hoyerswerda

Gute Zahlen und rasante Digitalisierung

Die Commerzbank zog in ihrem Jahrespressegespräch eine gute Bilanz für Hoyerswerda – mit Steigerungsmöglichkeiten.

Gemeint ist mit dieser ermunternden Aufforderung gewiss nicht nur ein Sitzmöbel – hübscher Werbeeinfall der Commerzbankfiliale in der Hoyerswerdaer Friedrichsstraße 42.
Gemeint ist mit dieser ermunternden Aufforderung gewiss nicht nur ein Sitzmöbel – hübscher Werbeeinfall der Commerzbankfiliale in der Hoyerswerdaer Friedrichsstraße 42. © Archivfoto: Uwe Jordan

Hoyerswerda. „Sie suchen eine neue Bank?“ fragt die Commerzbank in ihrer Filiale Schwarz auf Gelb. Siehe Bild. 2020 nahmen netto 260 Neukunden symbolisch auf dieser finanziellen Sitzgelegenheit Platz – fast jeden Werktag einer. In einer absoluten Zahl, ungerechnet die Abgänge aus unterschiedlichsten Gründen, sind es sogar etwa doppelt so viele Zugänge.

In summa werden in der Hoyerswerdaer Niederlassung 16.700 Kunden betreut. Damit, so Andreas Leiteritz, sei diese Zweigstelle die größte der von ihm geleiteten Niederlassung Cottbus im Marktbereich Ost des Mainfrankfurter Geldhauses. Größer als Bautzen, größer als Cottbus – in einem Gebiet, das von Frankfurt (Oder) bis Zittau reicht.

Anzeige
Dynamische Verstärkung gesucht
Dynamische Verstärkung gesucht

Zur Verstärkung ihres Teams sucht die A4RES Gruppe Bautzen motivierte Immobilienkaufleute (m/w/d) für die Verwaltung ihrer Objekte.

Gilt zwar, dass das Corona-Jahr 2020 fast jedem Wirtschaftssektor herbe Einbußen brachte, trifft das auf den (Commerz-) Bank-Bereich nicht zu. Das Haus, so Leiteritz, habe einerseits rasch und unbürokratisch geholfen, finanzielle Engpässe etwa in Unternehmen zu überwinden. Andererseits hätten das die Kunden mit Treue und Vertrauen honoriert. Hoyerswerda legte auf 387 Millionen Euro Geschäfts-Volumen zu. Im einzelnen beim Kredit-Volumen auf 86,7 Mio Euro – Steigerung um 6,3 % gegenüber 2019. Depot-Volumen: 83,3 Mio Euro – Zuwachs um 4 %. Einlagen-Volumen: 217 Mio Euro – ein Plus von 12 %. Aber in dieser Relation Depot zu Einlage sieht Leiteritz Potenzial. Er hätte es lieber, wäre das Verhältnis anders herum. Wenn also Geld nicht bevorzugt als „totes Kapital“, unverzinsliche Einlage, ruht, sondern in Depots investiert wird, etwa Aktien, in denen Geld „arbeitet“ und sich vermehrt. Ganz klar jedoch: „Wir wollen nicht, dass die Menschen «zocken». Aber wir beraten gerne, wie man aus seinem Geld mehr machen kann – nach dem Grundsatz: Was ist der individuelle Wohlfühl-Faktor beim Verhältnis Sicherheit/Rücklage, und Investieren/möglichem Zugewinn?“ Natürlich ist das nicht uneigennützig: Einlagen, die die Bank nicht rentierlich in Form von Krediten ausreichen kann, liegen letztlich bei der Europäischen Zentralbank – zum Negativ-Zins; sprich: Verlust - statt Gewinnbringer. Darum solle man angemessen (!) mutiger bei Investitionen und Krediten sein; etwa bei Baufinanzierung oder Konsumentenkrediten. Oder beim Anlegen in nachhaltige Fonds; ein Zweig, den sich die Commerzbank sehr angelegen sein lässt. Dafür stehe die Bank beratend zur Seite – mit Direkt-Präsenz und auf digitalen Wegen.

Nicht nur Online-, sondern noch viel mehr Mobil-Banking, vom Smartphone aus, sei der Trend der Zukunft, ergänzt Heike Ziegenbalg, Pressesprecherin der Region Ost. Dieser Prozess sei durch Corona enorm beschleunigt worden. Nicht nur bei jüngeren Kunden. 2020 habe Hoyerswerda 32 % neue App-Nutzer zu verzeichnen; 90 % der Überweisungen würden digital getätigt. Doch, so Leiteritz, sei das kein Signal für einen Rückzug aus der Fläche: „Wir wollen Dinge, die wir tun, besser für den und mit den Kunden tun – entsprechend ihrem Bedarf.“ Mit „leibhaftigen“ Beratern, aber auch digital und wenn es geht, rund um die Uhr, sieben Tage die Woche. Geld schläft ja auch nicht.

Mehr zum Thema Hoyerswerda