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Hoyerswerda
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Hilfe auch für Tiere

Die Welle der Hilfsbereitschaft für die Ukraine ist enorm.

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© Foto: Silke Richter

Bröthen. Pferdetrainerin Katharina Beyer ist einer der zahlreichen, engagierten Helfer, die Spenden für die Ukraine organisieren und sammeln. Die Betreiberin der Bröthener Pferderanch war damit dem Aufruf von Torsten Kurz gefolgt. Der Hundelehrer aus Obergurig holte die Hilfsgüter in Form von Hundefutter, Leinen, Decken, Näpfen und Materialien für Erste-Hilfe-Maßnahmen sowie andere Dinge kürzlich ab, um sie weiterzuleiten. (Silke Richter)

Nachbarn helfen zusammen

Hoyerswerda. Das Labor für Mikrobiologie und Hygiene sowie die benachbarte Wohnungsgesellschaft Hoyerswerda stellten jetzt eine Hilfsaktion auf die Beine, an der auch die 70 WH-Beschäftigten mitwirkten. Über eine Görlitzer Pfarrgemeinde und eine Gesundheitsdienste-Firma gelangten die privat zur Verfügung gestellten Spenden schließlich in die Ukraine – hier der Blick ins Lager in Hoyerswerda vor dem Abtransport. (red)

© Foto: Wohnungsgesellschaft

Was echt hilft – und was gut gemeint ist, aber fehl geht

In Spohla haben Ukrainer Zuflucht gefunden. Sie brauchen manches – aber anderes nicht.

Spohla. Für Karin und Bernhard Hübner gab es nichts zu überlegen: Selbstverständlich helfen wir; nehmen ukrainische Notleidende auf! Auch die Töchter Franziska (verheiratete Knecht) und Caterina (verehelichte Lövenig), die einmal das Spohlaer Familienunternehmen, den (grob gesagt: Pflegedienst) weiterführen werden, waren sofort mit ihren Eltern einig: „Wir haben auf dem Areal des ehemaligen "Schweinekobens" freie Wohnungen. Die stellen wir bereit.“ Auch das Team des Hauses; selbst die Patienten, waren von der Idee angetan.

So sind seit Sonntag sechs UkrainerInnen in zwei Wohnungen eingezogen. Bernhard Hübner mag das Wort „Flüchtlinge“ nicht – er spricht, wie alle im Umfeld der Hübners, von Gästen, denen man Fuß zu fassen helfen wolle – denn mit dem Bereitstellen von Wohnraum ist es nicht getan: Begleitung bei Behördengängen und Alltagswegen – und sogar eine Art „Familien-Anschluss“ für die Angekommenen, speziell für die Kinder ist angezeigt – und wird im Ehrenamt geleistet. Fassungslos sind die Hübners daher, dass ihnen einige (ganz wenige!) unterstellen, sie würden an der Sache verdienen wollen, Staatshilfe kassieren. „Nie und nimmer ist das unser Ziel. Wie wollen helfen und gehen daher auch in "Vorleistung", damit unsere Gäste, die ja fast nichts an materieller Habe und Mitteln retten konnten, möglichst sofort eine gewisse Selbstständigkeit erlangen.“

Und eine Bitte haben Hübners: Sachspenden, etwa säckeweise Kleidung, werden/wird, bei allem guten Willen der Geber, NICHT benötigt. „Bitte rufen Sie uns an, wenn Sie helfen wollen. Wir wissen, was gebraucht wird und was man über materielle Gesten hinaus tun kann.“ Und natürlich: Spenden. Das Geld kommt, es sei ausdrücklich betont, direkt und ungeschmälert den Hilfsbedürftigen zugute und keinesfalls der „Selbstkostendeckung“. (Uwe Jordan)

Kontakt zu Karin Hübner: mobil Tel. 0172 3402231 oder Festnetz Tel. 035725 752100