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Hoyerswerda will Mittun fördern

Als Zeichen dafür ist die Stadt nun Mitglied eines Bündnisses von Kommunen mit derselben Absicht geworden.

Hoyerswerda hat es seit ein paar Tagen schriftlich: Die Bewerbung um die Aufnahme ins Netzwerk „Engagierte Städte“ war erfolgreich.
Hoyerswerda hat es seit ein paar Tagen schriftlich: Die Bewerbung um die Aufnahme ins Netzwerk „Engagierte Städte“ war erfolgreich. © Foto: Mirko Kolodziej

Hoyerswerda. Parchim ist beispielsweise neu dabei, Wittenberg ebenso, Spremberg und auch Hoyerswerda. Sie teilen nun die Mitgliedschaft in einem Kommunal-Bündnis namens „Engagierte Städte“. Bei den Hoyerswerdaer Initiatoren traf die entsprechende Urkunde vor ein paar Tagen ein.

Motto des 2015 mit 50 deutschen Städten gestarteten und nun auf 100 Städte angewachsenen Netzwerkes: „Bürgerschaftliches Engagement ist ein Grundpfeiler der Demokratie, sichert Freiheit und prägt den Gemeinsinn.“ Im Bündnis soll es darum gehen, günstige Bedingungen für die Beteiligung der Bürger in diesem oder in jenem Sinne zu schaffen. Es gibt einerseits Fördermittel für lokale Kooperationen, andererseits Beratung sowie Austausch mit den weiteren „Engagierten Städten“.

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Die Aufnahme in die illustere Gruppe von Kommunen ist keine Selbstverständlichkeit. Denn es war eine Bewerbung erforderlich. Zusammengetan haben sich die im vorigen Jahr gegründete Initiative Mitmachstadt Hoyerswerda, die KulturFabrik, die Stadtverwaltung und der Marketingverein Familienregion Hoy. e.V. „Es ist eine tolle Zusammenarbeit“, schwärmt Dagmar Steuer von der Mitmachstadt. Als sie aufs Rathaus zugekommen sei, sagt Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh (SPD), habe man sich einfach zusammengesetzt: „Wir können die Bürgerbeteiligung ja nicht selber erfinden. Aber wir können sie unterstützen“, meint das Stadtoberhaupt.

Beim Interessenbekundungsverfahren des Programmbüros „Engagierte Stadt“ in Berlin am Anfang des Jahres gingen insgesamt 49 Bewerbungen ein. 29 Städte davon wurden ausgewählt. „Sie bekennen sich zur sektorenübergreifenden Zusammenarbeit auf Augenhöhe“, heißt es vom Projektbüro. Jeder neu aufgenommenen Stadt wird ein Tandempartner aus der Reihe jener Kommunen zur Seite gestellt, die schon länger dabei sind. „Bei uns wird das wohl Weißwasser werden. Wir sind beide im Strukturwandelgebiet und haben beide auch ähnliche Erfahrungen gemacht“, sagt Dagmar Steuer. Es würde sich, meint sie, aber auch ein regionales Netzwerk im bundesweiten Netzwerk anbieten. Denn neu aufgenommen sind auch Bautzen, Cottbus und Niesky, während neben Weißwasser ebenso Görlitz, Ebersbach-Neugersdorf, Forst und Guben schon länger mitmachen.

Gefördert wird das Ganze vom Bundesfamilienministerium. Mit an Bord sind aber auch der Deutsche Städte- und Gemeindebund, der Deutsche Städtetag sowie verschiedene Stiftungen. „Wir wollen auch nach außen funken, was wir alles haben“, sagt Steffen Markgraf vom Marketingverein. Ein Beispiel: Von Mitgliedern der Mitmachstadt-Initiative stammt die Idee eines großen Krabat-Kultur-Tross. Daraus erwachsen ist eine Veranstaltung, die im September ihre Premiere haben soll, nämlich ein mittelalterlicher Krabat-Markt.

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