Hoyerswerda
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Neues Hoyerswerdaer Geschichtsheft erschienen

Vom Schäferbuch über die Privilegierte Apotheke bis hin zur Krankenhausgeschichte dreht sich alles um das Thema Heilen.

Von Uwe Schulz
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Jürgen Thamm und Ursula Philipp bei der Auslieferung des Neuen Hoyerswerdaer Geschichtsheftes an den Zooshop.
Jürgen Thamm und Ursula Philipp bei der Auslieferung des Neuen Hoyerswerdaer Geschichtsheftes an den Zooshop. © Foto: Uwe Schulz

Hoyerswerda. Wie das so ist bei Machtwechseln: Das eine oder andere Steckenpferd des Vorgängers wird vom Nachfolger nicht übernommen. Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh sieht jedenfalls keine Veranlassung, die Produktion des neuen Hoyerswerdaer Geschichtshefts aus der Stadtkasse finanziell zu unterstützen.

Die Gesellschaft für Heimatkunde wollte die 1998 begonnene Serie nun aber nicht abbrechen lassen und machte sich auch so an die Erstellung von Heft 24. Und dank der Förderung durch die Lausitzer Seenland-Stiftung und die Regionalstiftung der Ostsächsischen Sparkasse konnte das Autorenteam rund um Ilona Boglarka Szücs die monothematische 134 Seiten starke Broschüre „Dem Heilen verpflichtet“ produzieren. Am Dienstag kamen die 300 Exemplare aus der Druckerei. Umgehend belieferten die beiden Autoren und Vereinsmitglieder Ursula Philipp und Jürgen Thamm den Shop am Zooeingang. Es ist derzeit die zentrale Verkaufsstelle für das Heft.

Drei Themenblöcke wurden in dem Heft zusammengefasst. Boglarka Szücs widmete sich dem Schäferbuch aus dem Museumsbestand. Es gehört seit den 1930er-Jahren zum Museumsbestand und wurde seitdem ins 17. Jahrhundert datiert. Auf 32 dicht beschriebenen Seiten geht es um Pflanzenheilkunde gleichermaßen wie Zauberkunde. Für das Geschichtsheft wurden erstmals alle Seiten des Schäferbuches transkribiert und sind auch im Geschichtsheft zu lesen. Dabei kam die wissenschaftliche Leiterin des Stadtmuseum übrigens zu der Erkenntnis, dass das Büchlein aus dem frühen 18. Jahrhundert stammen muss.

Der Beitrag von Ursula Philipp und Andreas Noack widmet sich der Marktapotheke, die einst als Privilegierte Apotheke gegründet worden war. Im Heft ist auch das Privilegium, das sich in Privatbesitz befindet, zu sehen.

Der Hauptteil des Geschichtshefts widmet sich indes der Geschichte des Hoyerswerdaer Krankenhauses. Einerseits geht es um das 1968 errichtete Gebäude, das das größte Kulturdenkmal der Stadt Hoyerswerda ist, zum anderen geht es um die Entwicklung des Krankenhauswesens. Die Geschichte des ersten Krankenhauses, der späteren Orthopädie in der Altstadt, war schon in einem früheren Heft beleuchtet worden, daher konzentrieren sich die Autoren Ursula Philipp, Beate Beckmann und Jürgen Thamm auf den Nachfolger, das heutige Lausitzer Seenland-Klinikum Hoyerswerda.

Das Neue Hoyerswerdaer Geschichtsheft Nr. 24 ist zum Stückpreis von 7,50 Euro an der Zookasse oder über die Gesellschaft für Heimatkunde erhältlich.