merken
PLUS Hoyerswerda

Hoyerswerdas Natz büßt Förderung ein

Laut Stadtverwaltung sorgen seit 2018 personelle Probleme für Einschränkungen bei der vereinbarten Arbeit.

© Archivfoto: Mirko Kolodziej

Hoyerswerda. Das Naturwissenschaftlich-Technische Kinder- und Jugendzentrum Natz muss kommendes Jahr auf den üblichen Zuschuss der Stadt für zwei Personalstellen verzichten. Gegen die Stimmen von Marco Gbureck, Toni Schneider, Sebastian Dömmel und Reinhard Neumann (alle AfD) hat der Stadtrat ohne jegliche Diskussion seinen jährlichen Grundsatzbeschluss zur Förderung freier Träger der Jugendhilfe gefasst. Kontrovers debattiert worden war die Sache dagegen wohl zu Monatsanfang im Schul-, Kultur- und Sozialausschuss, der immer hinter verschlossenen Türen tagt.

Obwohl von Rechts wegen der Kreis Bautzen zuständig ist, gewährt die Stadt seit vielen Jahren freiwillig zusätzliche Zuschüsse in der Größenordnung zwischen 350.000 und 385.000 Euro. Gefördert werden so auch im kommenden Jahr wieder die Kinder- und Jugendfarm, das Jugendclubhaus, die Evangelische Jugendarbeit sowie die Regionale Arbeitsstelle für Bildung, Demokratie und Lebensperspektiven RAA. Das Natz geht dagegen leer aus. Die Rede ist von einem vorläufigen Aussetzen der Förderung. „Dem Träger wird empfohlen, sich ehrenamtlich neu zu strukturieren. Über eine erneute Förderung kann zu gegebener Zeit beraten werden“, verlautet aus der Stadtverwaltung.

Anzeige
Die WOGENO sucht neue Mitarbeiter
Die WOGENO sucht neue Mitarbeiter

Die Wohnungsgenossenschaft Zittau eG bietet für engagierte Bewerber ein attraktives und verlässliches Arbeitsumfeld.

Grund: Dem Natz-Trägerverein sei es seit 2018 nicht gelungen, die beiden geförderten Stellen kontinuierlich zu besetzen. Es gebe Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Natz-Projekte sowie bezüglich der internen Strukturen. Auch das Landratsamt hat wohl Förderung eingestellt, so die Begründung zum Ratsbeschluss: „Dies wird mit dem Nichterreichen des Zuwendungszweckes begründet.“

Das in Rede stehende Geld ist freilich nicht übrig. Aus dem Rathaus heißt es, wegen tariflicher Lohnsteigerungen hätte bei Förderung auch des Natz anteilig bei allen Trägern gekürzt werden müssen.

Mehr zum Thema Hoyerswerda