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Hurra, die Lausitz-Rallye 2020 kann starten!

Vom 5. bis 7. November heißt es wieder: „3, 2, 1 – Schotter!“. Doch es wird wegen Corona viele Veränderungen geben.

Regina Risy von der Sparkassenstiftung Oberlausitz/Niederschlesien übergab Wolfgang Rasper einen Bescheid von über 20.000 Euro für die Rallye. Der Betrag wurde wegen der Corona-Mehrkosten 2020 aufgestockt.
Regina Risy von der Sparkassenstiftung Oberlausitz/Niederschlesien übergab Wolfgang Rasper einen Bescheid von über 20.000 Euro für die Rallye. Der Betrag wurde wegen der Corona-Mehrkosten 2020 aufgestockt. © Foto: Sabine Larbig

Boxberg. Als bekannt wurde, dass die Lausitzer Rallye-Macher um Wolfgang Rasper im 23. Veranstaltungsjahr erstmals den Zuschlag für den Endlauf der „FIA European Rally Trophy“ erhalten, war die Freude riesig. Kaum, dass die Lausitz-Rallye 2019 mit 83 Teilnehmerteams aus zwölf Nationen beendet war, begann der Rallye-, Renn- & Wassersport-Club Lausitz e. V. im ADMV mit der Vorbereitung des „Ritterschlags“.

„Schon Ende Januar hatten wir die Strecken festgelegt. Das war unser Glück. Denn dann kam Corona und damit eine ganz schwere Zeit“, sagt Vereinsvorsitzender Wolfgang Rasper. Inzwischen ist klar: Die 23. Lausitz-Rallye und somit der Endlauf der FIA Trophy werden am zweiten November-Wochenende rund um Boxberg ausgetragen. Piloten, internationale Teams und Zuschauer erwarten lärmende Motoren, heiße Reifen und jede Menge Herausforderungen auf und neben den bestpräparierten Schotterpisten Deutschlands.

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Starterfeld noch unbekannt

Weil die Lausitz-Rallye mit rund 346 Kilometern Gesamtlänge und fast 100 Prozent Schotter einzigartig in Mitteleuropa ist, gehen die Veranstalter trotz Corona von einem großen Starterfeld aus. Zwar haben schon zwei norwegische Top-Teams abgesagt; ob und wie viele Absagen noch kommen, ist derzeit nicht einschätzbar. „Einerseits freuen sich Rennställe und Teams, die erst seit August wieder fahren, auf das Event, den Endlauf und die Siegerkürungen. Andererseits erschweren Quarantäne-Regelungen für Corona-Risikoländer die Teilnahme-Entscheidungen“, weiß Cheforganisator Rasper. Man gehe deshalb davon aus, dass Nennungen „erst auf den letzten Drücker“, also kurz vor Ablauf der Meldefrist am 22. Oktober, eingehen. Ob Lokalmatador Christian Doerr startet, ist ebenfalls unklar. Er feiert am Rallye-Wochenende den 50. Geburtstag. Ob das auf der Piste oder zu Hause passiert, bleibt abzuwarten.

Strenges Hygienekonzept für alle

Nicht abwarten konnten die Veranstalter die Erstellung des Hygienekonzepts für die Rallye 2020. Eine Mammutaufgabe für den Verein, der aktuell mit der Kreisverwaltung am Feinschliff arbeitet, damit das Sportevent für alle Beteiligten sicher wird.

Klar ist: Die Rallye wird coronabedingt außergewöhnlich durch weitreichende Auflagen und Schutzmaßnahmen. So dürfen Teams nur mit Pilot, Beifahrer und fünf Mechanikern anreisen. Alle müssen sich online anmelden, einen Corona-Test – nicht älter als 96 Stunden – vorlegen, sich Fiebermessungen unterziehen, vorgeschriebene Desinfektionen beachten und Mund-Nase-Bedeckungen tragen. Auch „Kuscheln und Gratulieren der Sieger“ wird nicht möglich sein. Laut Pressesprecher Björn Fröbe finde die Siegerehrung diesmal auf der Rampe statt. „Kränze und Pokale werden vor die Autos gelegt und zuvor desinfiziert. Auch die Pokale der FIA, die bereits auf dem Weg von Paris nach Boxberg sind“, erklärt er. Bei Direktübergaben, wie von Urkunden, müssen der 1,50-Meter-Mindestabstand und das Tragen von Mund-Nase-Masken eingehalten werden.

Strenge Hygienemaßnahmen und durchgängige Kontrolle der Einhaltung gelten ebenfalls beim Personal im Hauptquartier, an Strecken, Wertungs- und Zuschauerpunkten, im Servicepark und bei technischen Abnahmen. „Sollten Tests, Fiebermessungen oder Gesundheitszustand von Personen auf Corona-Symptome hinweisen, werden sofort Proben genommen und zur Auswertung per Kurier in ein Görlitzer Labor gebracht“, erläutert Fröbe. Abgesehen davon seien, wie bei jeder Rallye, ausreichend Ärzte und Rettungswagen vor Ort. „Die Einhaltung der Hygienevorschriften ist das Wichtigste, das A und O und eine immense Herausforderung.“

Auflagen und Kontrollen gelten ebenfalls bei Zuschauern. Auch bei ihnen wird Fieber gemessen, eine Gesundheitserklärung sowie Mund-Nasen-Schutz und Abstand-Halten gefordert.

Zuschauer-Tickets gibt es nur online

Für Fans verschlossen bleiben zudem Fahrer- und Servicelager. Auch ein Festzelt mit Veranstaltung gibt es dieses Jahr nicht. Und: Tickets sind nur online erhältlich! Kooperiert wird erstmals mit einem auf Motorsport- und Musikevents spezialisierten Vermarkter, der Dresdner Firma etix.

„Für alle online gekauften Tickets wird am Alten Schwimmbad in Boxberg ein zentraler Umtauschplatz eingerichtet, wo sie in Bändchen für gebuchte Zuschauerpunkte umgetauscht werden müssen“, informiert Björn Fröbe. Gekauft werden können Tickets für maximal zwei Zuschauerpunkte am Sonnabend plus Shake-Down (Donnerstag) und die Wertungsetappe am Freitag. Hin-und-her-Wechseln zwischen den Punkten, wie sonst machbar, ist nicht möglich. Die Folge: Nur 9.200 Tickets, also etwa die Hälfte vom Vorjahr, sind erwerbbar.

„Uns ist bewusst, dass alles große Umstellungen sind. Doch Gäste und Piloten werden pures Rallye- und Schotterfeeling erleben“, verspricht Wolfgang Rasper.

Fakten zur Lausitz-Rallye

Termin: 5. bis 7. November 2020
Prädikate: Endlauf „FIA European Rally Trophy“, DMSB-Schotter-Rallye-Cup, HD-Schotter-Cup, ADMV- und Sächsische Rallye-Meisterschaft
Länge: 345,63 km (152,64 auf Schotter)
Start/Ziel: Tourist-Informationszentrum Boxberg (Zur Strandpromenade 1)
Allgemeines: zentraler Umtauschpunkt für online-Tickets; Hygienekonzept für Teams, Besucher und Helfer; elf Zuschauerpunkte; zwölf Wertungsprüfungen; 500 ehrenamtliche Helfer
Infos/Tickets:www.lausitz-rallye.de

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