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„Ich freue mich wirklich“

Torsten Ruban-Zeh ist der Bestplatzierte des ersten Wahlgangs bei der Oberbürgermeisterwahl in Hoyerswerda.

SPD-Kandidat Torsten Ruban-Zeh gewinnt den ersten Wahlgang mit 31,8 % der Stimmen, dicht gefolgt von der parteilosen Kandidatin Dorit Baumeister (27,8 %). Die Aufnahme wie auch das Interview entstanden am Wahlabend.
SPD-Kandidat Torsten Ruban-Zeh gewinnt den ersten Wahlgang mit 31,8 % der Stimmen, dicht gefolgt von der parteilosen Kandidatin Dorit Baumeister (27,8 %). Die Aufnahme wie auch das Interview entstanden am Wahlabend. © Foto: Gernot Menzel

Herr Ruban-Zeh, das Wahlziel von 50 Prozent plus x im ersten Wahlgang ist verfehlt.

Ja, wenn man das so sieht: Das war eine Marke, die wir herausgegeben haben. Aber wenn man das rein mathematisch betrachtet und die Stärkeverhältnisse bei den Stadtratswahlen beziehungsweise bei den Landtagswahlen sieht, dann ist das doch ein guter Erfolg, dass die demokratischen Kräfte vorn liegen. Das freut mich sehr.

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Der Garten ruft
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Wie haben Sie den Wahltag verbracht?

Wir haben ganz gemütlich in Familie schön gefrühstückt. Danach waren wir gegen 12 Uhr wählen und anschließend war ich mit meinen Kindern bei meinen Eltern im Pflegeheim. Dort haben wir den Nachmittag verbracht, während meine Frau sich auf die Schule vorbereiten musste. Sie ist ja Lehrerin. Später sind wir zur Copythek und haben dort zusammengesessen. Ich war etwas überrascht, wie schnell die Auszählung ging und bin dann ins Bürgerzentrum gerollt.

Wie überraschend ist das Ergebnis?

Also, ich habe es erhofft und auch erwartet. Ich freue mich wirklich. Wenn man vom Stadtrat ausgeht, sind wir ja eine relativ kleine Truppe von der SPD. Aber ich habe eben auch unwahrscheinlich viele Unterstützer aus dem Umfeld gehabt. Und die Arbeit hat sich gelohnt.

Letztlich haben aber die Wähler entschieden.

Es ist definitiv ein Sieg der Wähler. In der letzten Woche war ich ja noch mehrfach auf dem Lausitzer Platz und hatte da zwei fromme Wünsche an die Wähler. A, dass sie wählen gehen. Da bin ich zwar nicht enttäuscht. Aber ich hatte doch gehofft, dass die Wahlbeteiligung bei 60 Prozent liegt. Der zweite Wunsch war, dass die Wähler sich mehrheitlich für die demokratischen Kräfte entscheiden, und nicht für die AfD.

Lässt sich aus den Gespächen an den Wahlständen schließen, worauf das Ergebnis zurückzuführen ist?

Definitiv war an den Wahlständen zu hören, dass es eine Personenwahl ist. Die Leute haben sich, das wurde immer wieder deutlich, sehr intensiv mit den Dokumenten beschäftigt. Sie haben sich aber auch mit den Lebensläufen beschäftigt. Und ich hatte in den letzten zwei Wochen ganz viele am Stand, die gesagt haben, sie könnten sich nicht zwischen Dorit Baumeister und mir entscheiden. Das hat sich schon herauskristallisiert, dass es zwei starke Lager sind und ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Dorit Baumeister wird.

Wie ist das Verhältnis zu Dorit Baumeister? Sie streiten sich nicht?

Sagen wir mal: Wir haben in den letzten Jahren relativ wenige Berührungspunkte gehabt. Frau Baumeister hat ihre Stärken unter anderem im kulturellen und im baulichen Bereich. Nun muss man sehen, wie wir das in den kommenden Tagen miteinander regeln können und ob sich meine Stärken und ihre Stärken zusammenpacken lassen. Streiten hat jedenfalls jetzt keinen Sinn.

Was passiert in den nächsten zwei Wochen?

Ich denke, wir werden erst einmal spannende Gespräche mit den demokratischen Mitbewerbern haben, um zu sehen, wie wir die Felder weiter abstecken und mit wem man eventuell Koalitionen schmieden kann. Ansonsten muss man sich in den Wahlkampf reinknien. Wir haben zwei Wochen, wo wir noch etwas tun müssen.

Wie ist das Ziel für in zwei Wochen?

Na über 50 Prozent wären schön. Es kommt aber darauf an, welche Kandidaten wieder antreten. Da muss man sehen, wie die Gespräche laufen. Aber wenn in zwei Wochen das Ergebnis wieder so aussehen würde, dann wäre ich sehr zufrieden.

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