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Hoyerswerda

Ideensuche für die Heimatstube

Bröthen/Michalken steht Geld aus dem Bürgerhaushalt für eine Neukonzeption zur Verfügung.

© Symbolfoto: Uwe Schulz

Bröthen/Michalken. Der Ursprung der Heimatstube von Bröthen/Michalken reicht zurück bis in tiefste DDR-Zeiten. Aufgebaut einst unter Regie des 2012 verstorbenen Ortschronisten Max Donath im Gebäude der zum Bürgerhaus umfunktionierten ersten Dorfschule, fand die Heimatstube auch in dem 1998 an gleicher Stelle eingeweihten Bürgerhaus-Neubau einen Platz. Allerdings führte sie zuletzt nur noch ein Schattendasein. Die Besucherzahlen sanken. Zeit, sich über die Zukunft der Heimatstube Gedanken zu machen, dachten sich die Bröthener und meldeten das Projekt „Neukonzeption der Heimatstube“ für den Bürgerhaushalt der Stadt Hoyerswerda an.

Wie die nunmehr bewilligten rund 6.000 Euro möglichst nutzbringend verwendet werden sollen, damit befassten sich die Ortschaftsräte momentan. Unterstützung gesucht haben sie sich im Vorfeld bei einer Mitarbeiterin des Stadtmuseums, mit der Mitte Oktober die Heimatstube in Augenschein genommen worden war, wie Jens Wackermann am Montag die Ratsrunde informierte. Es wurde geschaut, was sinnvoll wäre, zu erhalten. Schnell war klar: Hierbei geht es um die sorbischen Trachten, um die Zeugnisse des Handwerks im Dorf und die bäuerlichen Tätigkeiten.

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Die Projekt-Bezeichnung „Neukonzeption der Heimatstube“ lasse viel Gestaltungsraum, so der Hinweis von Jens Wackermann. Er favorisiert eine Art Multifunktionsraum, der von den Vereinen für Zusammenkünfte in kleiner Runde oder für Kaffee-Nachmittage genutzt werden kann und bei dessen Gestaltung sorbische Traditionen im Mittelpunkt stehen sollten. „Eine Kombination aus Geschichte und Vereinsraum fände ich gut“, merkte Ringo Kloß an. Und Heike Schilling erinnerte, dass es der ursprüngliche Gedanke war, das Bürgerhaus an sich mehr zu nutzen. Entsprechend sollten die Heimatstube und der dazugehörige Raum hergerichtet werden.

Ortsvorsteher Lothar Kujasch bat darum, erst einmal abzuwarten, was von der Museums-Mitarbeiterin konzeptionell vorgeschlagen wird. Und er riet dazu, überregional zu denken. So sei für ihn denkbar, die Heimatstube als einen von verschiedenen Anlaufpunkten für Touristen im Lausitzer Seenland zu entwickeln.

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