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Im Industriegelände sind vier Kilometer Straßen zu sanieren

Voruntersuchungen sind bereits fertig. Nun sollen als nächster Schritt die erforderlichen Planungen beginnen.

Am östlichen Ende der Straße A
liegen noch die
Betonplatten aus den Anfangstagen des Industriegeländes. Das hier aufgestellte Schild spricht für sich.
Am östlichen Ende der Straße A liegen noch die Betonplatten aus den Anfangstagen des Industriegeländes. Das hier aufgestellte Schild spricht für sich. © Foto: Uwe Schulz

Hoyerswerda. Die Stadtverwaltung macht wie angekündigt ernst mit der Sanierung der Straßen im Industriegelände – zumindest mit den Vorbereitungen darauf. Per Ausschreibung sucht sie derzeit nach einem Planungsbüro für das Vorhaben. Das Rathaus sagt, es sei vorgesehen, sämtliche Straßenzüge grundhaft auszubauen, mit dem Ziel „die Attraktivität des Industriestandortes für Gewerbeansiedlungen wiederherzustellen“.

Mit Ausnahme eines Abschnittes der Straße A sowie der neuen Verbindung zwischen Straße A und Straße E sind die aus den 1950er und 1960er Jahren stammenden Straßen in der Vergangenheit höchstens ab und zu ausgebessert worden. Zuletzt traf das nach dem Bau der Ostumfahrung auf die Straße D zu. Insgesamt, so die Stadtverwaltung, beläuft sich die komplette Ausbau-Länge auf vier Kilometer.

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Das Rathaus drückt aufs Tempo. Das Planungsbüro soll bis Mitte April gefunden sein. Nach der Übergabe von Unterlagen zu bereits erledigten Voruntersuchungen an die Planer würden sich diese als ersten Planungsschritt an einen Entwurf setzen. Die Stadtverwaltung möchte die Papiere dazu gern im zweiten Halbjahr im Zusammenhang mit einem Fördergeld-Antrag bei den zuständigen Stellen einreichen.

Im November hatte es geheißen, dass die Attraktivierung des Industriegeländes auf Basis eines Fördergeld-Mixes vonstattengehen soll. Mittel beantragen will die Stadt sowohl aus dem Bund-Länder-Programm zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW) als auch aus dem Programm zur Strukturstärkung in den Noch-Kohle-Regionen. Neben der Straßen-Sanierung sind im Zusammenhang mit der Entwicklung des Industriegeländes zum „Innovationspark“ ebenso die Ausstattung mit einem Glasfasernetz zwecks leistungsfähiger Datenverbindungen und der Rückkauf von Brachflächen vorgesehen.

Gemessen daran, dass die Planer auch die Bauüberwachung übernehmen sollen und in der Ausschreibung als Zeitpunkt für ein Vertragsende der Dezember 2025 angegeben ist, kann man zumindest davon ausgehen, dass die Stadt die Bauarbeiten bis zu diesem Zeitpunkt gern erledigt hätte.

Parallel läuft ein Verfahren, das auf dem schon Ende der 1990er als mögliche Erweiterungsfläche für das Industriegelände festgelegten Areal Solaranlagen zugunsten echter Industrie ausschließen soll. Am Dienstag hat der Stadtrat zu entscheiden.

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