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Immobilien im Fokus der Öffentlichkeit

Die Stadt Lauta sucht nach Käufern und Mitnutzern und mindestens in einem Fall auch nach einem Plan.

Gänzlich aus der Hand geben möchte die Stadt Lauta das Laubuscher Kulturhaus nicht, allerdings werden Mitnutzer gesucht. Der Heimatverein mit seinen Sparten und der Ortschaftsrat von Laubusch haben bereits ihr Domizil im Haus.
Gänzlich aus der Hand geben möchte die Stadt Lauta das Laubuscher Kulturhaus nicht, allerdings werden Mitnutzer gesucht. Der Heimatverein mit seinen Sparten und der Ortschaftsrat von Laubusch haben bereits ihr Domizil im Haus. © Archivfoto: Ralf Grunert

Lauta. Das im Herbst 2018 vom Lautaer Stadtrat nach langer Vorbereitung und Vorberatung beschlossene Gebäude- und Sportstättenkonzept von Lauta bis 2028 ist eine Orientierung, wie mit den vorhandenen städtischen Immobilien perspektivisch verfahren werden könnte. Das Konzept beinhaltet mehr als 70 Gebäude.

Mit dem ehemaligen Kinderwochenheim in Lauta, in dem zuletzt das DRK mit der Tafel und der Kleiderkammer ansässig war, mit dem Haus der Begegnungen in Torno und mit dem Laubuscher Rathaus hat sich die Stadt inzwischen von drei dieser im Konzept zur Vermarktung vorgesehenen Gebäude getrennt. Weiter könnten folgen. Für andere gibt es andere Pläne. TAGEBLATT fragte beim Lautaer Bürgermeister Frank Lehmann nach, wie die Lage bei drei speziellen Immobilien ist, die besonders im Fokus der Öffentlichkeit stehen.

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Herr Lehmann, wie stehen die Chancen, dass es mit einem Verkauf des Laubuscher Freibades im neuen Jahr klappt?

Das Ausschreibungsverfahren ist im Gange, nachdem sich zuvor mehrere Interessenten unverbindlich bei uns dazu gemeldet hatten. Noch bis Ende Januar erwarten wir aussagekräftige Konzepte der Bieter. Im Februar soll zunächst die interne Auswertung in der Verwaltung und mit dem Stadtrat erfolgen. Im März wäre dann eine passende Gelegenheit für die Bieter, sich in öffentlicher Sitzung dem Rat und der Presse zu präsentieren. Und im April könnte es dann die endgültige Beschlussfassung mit Zuschlag an einen Bieter geben. So wir uns denn für einen von ihnen begeistern können. Wir haben ja keinen Verkaufszwang.

Was macht die Suche nach Partnern für die Bewirtschaftung des Kulturhauses?

Sie geht, auch coronabedingt, eher schleppend voran. Aktuell diskutieren wir unverbindlich mehrere mögliche Optionen, unter anderem Mitnutzer aus dem sozialen oder aus dem Tourismus-Bereich für das Haus zu gewinnen. Oder es wird ein kleinteiliges Puzzle aus verschiedenen Nutzungen mit Gemeinschafts- und Öffentlichkeitsbezug, wie es der Bericht der Studierenden und das Projektteam „Lausitzer Gartenstadt 2030“ favorisieren. Egal wie: Die wirtschaftliche und finanzielle Tragfähigkeit muss in jedem Fall eine wichtige Rolle spielen. Und das nicht zum Selbstzweck, sondern vielmehr, um der Stadt und damit allen Einwohnern die Möglichkeiten des Hauses, wie den tollen großen Saal, auch weiterhin zu erhalten. Das Verhältnis von Einnahmen und Ausgaben aus der Bewirtschaftung dieses Objektes muss ein anderes werden als derzeit. Mir ist bewusst, dass das eine harte Nuss ist, die wir hier zu knacken haben.

Es gab im vergangenen Jahr Gespräche mit dem SV Laubusch über die künftige Nutzung der Sporthalle am ehemaligen Freibad. Wie ist der Stand der Dinge?

Das ist durch die aktuelle Lage zunächst mehr oder weniger ausgesetzt worden. Wenn die Grundschule ausgezogen sein wird und Corona sich hoffentlich gemäßigt hat, brauchen wir einen Plan für das weitere Vorgehen. Wir müssen sehen, welches Ausmaß an freiwilligen Aufgaben wir mit dem neuen Haushaltsplan unterstützen können. Eine entsprechende interne Förderrichtlinie der Stadt ist noch in Abstimmung. Durch die personelle Zuspitzung im Rathaus in den letzten Wochen vor Weihnachten ist das leider ebenfalls ins Hintertreffen geraten. Wir werden mit dem SV Laubusch dazu selbstverständlich weiter im Gespräch sein und vertrauen darauf, dass sich auch der Verein mit eigenen Ideen aktiv einbringt.

In der Schlussphase ist die Ausschreibung des Freibades. Vielleicht wechselt es im Frühjahr den Besitzer.
In der Schlussphase ist die Ausschreibung des Freibades. Vielleicht wechselt es im Frühjahr den Besitzer. © Archivfoto: Ralf Grunert
Wie es mit der Sporthalle am Freibad weitergehen soll, wenn die Grundschule an den Markt umzieht, dafür braucht es noch einen Plan.
Wie es mit der Sporthalle am Freibad weitergehen soll, wenn die Grundschule an den Markt umzieht, dafür braucht es noch einen Plan. © Archivfoto: Ralf Grunert
Das Laubuscher Rathaus gehörte zu den Gebäuden, von denen sich die Stadt trennen wollte. Derzeit ist der neue Eigentümer mit der Sanierung beschäftigt.
Das Laubuscher Rathaus gehörte zu den Gebäuden, von denen sich die Stadt trennen wollte. Derzeit ist der neue Eigentümer mit der Sanierung beschäftigt. © Archivfoto: Ralf Grunert

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