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Investitionen in das Lohsaer Straßennetz

Die Gemeinde repariert und baut teils neu, doch auch an den übergeordneten Straßen tut sich was.

Die Ortsdurchfahrt Koblenz soll nun endlich im Jahr 2021 im Zusammenhang mit der Verlegung der Abwasserkanalisation erneuert werden.
Die Ortsdurchfahrt Koblenz soll nun endlich im Jahr 2021 im Zusammenhang mit der Verlegung der Abwasserkanalisation erneuert werden. © Foto: Uwe Schulz

Lohsa. Beim Thema Straßenbau wird sich in den kommenden Jahren in der Gemeinde Lohsa einiges tun. Im Zuge der Abwassererschließung wird im Jahr 2021 die Ortsdurchfahrt Koblenz erneuert und im Jahr 2022 die Ortsdurchfahrt der B 96 in Groß Särchen. Das sind die Informationen, die Bürgermeister Thomas Leberecht vorliegen. Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LaSuV) betrachtet derzeit auch die weitere Erneuerung der Staatsstraße 108 zwischen Weißkollm und dem Ortsausgang Lohsa in Richtung Uhyst.

Dies soll in mehreren Abschnitten geschehen. In diesem Zusammenhang ist es ein großes Ansinnen von Thomas Leberecht, dass ein straßenbegleitender Radweg zwischen Weißkollm und der Zufahrt zum Dreiweiberner See auf Seeseite inklusive der Querung der Kleinen Spree gebaut werden kann. „Damit würden wir dort erheblich etwas für die Sicherheit tun. Aber das ist noch nicht terminiert.“

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Der Landkreis Bautzen ist wiederum zuständig für die Kreisstraßen. „Wir haben vom Landkreis übermittelt bekommen, dass der nächste Bauabschnitt der K 9219 im Bereich Friedersdorf-Mortka in den nächsten Jahren kommen soll“, sagt der Bürgermeister. Anschließend würde die Kommune favorisieren, dass die Ortsdurchfahrt Steinitz angegangen wird. „Allerdings nicht eher, weil wir ja noch die Vollsperrung in Koblenz und der B 96 in Groß Särchen haben werden. Durch Steinitz wird also zumindest ein Teil des Umleitungsverkehrs rollen. Und auch bei der Bergbausanierung sind noch Massen per Lkw zu bewegen. So dass wir erst danach mit dem Landkreis die K 9220 in den Abschnitten betrachten können.“, gibt Thomas Leberecht zu bedenken.

Auch die Kommune selbst investiert in den Straßenbau. In den vergangenen Jahren hat man dies immer im Zusammenhang mit Eingriffen in den Straßenkörper verbunden, meist also mit den Arbeiten im Zusammenhang mit der Abwassererschließung, so in Weißkollm, oder in 2020 auch weiter in Groß Särchen und Koblenz. „Allein im Straßenbau haben wir 2020 rund 195.000 Euro verbauen können. Wir haben ein Netz von rund 115 Kilometer kommunalen Straßen, Wege und Plätze. 195.000 Euro hört sich viel an, ist es aber nicht“, so Leberecht. Dankenswerterweise folge der Gemeinderat in aller Regel der von der Verwaltung vorgelegten Maßnahmeliste. Das geschehe meist im Februar/März.2020 konnte die Kommune den Caminauer Weg in Mortka für 45.000 Euro sanieren oder aber in Groß Särchen die Straße am Sportplatz (33.000 Euro), in Koblenz die Mittelstraße (30.000 Euro) und in Steinitz den Parkplatz vor der Kita (9.000 Euro). Ein Teil der Ortsverbindungsstraße nach Dreiweibern ist nun auch erledigt. Ein grundhafter Ausbau kommt angesichts der vergleichsweise geringen Nutzung und des bis an die Straße heranreichenden Waldes nicht infrage. Also wird ausgebessert. „Das ist gar nicht so einfach, da es bei den Betonplatten jedes Jahr zu neuen Aufbrüchen kommt“, so Thomas Leberecht. In diesem Jahr konnten Arbeiten im Wert von 76.000 Euro ausgeführt werden.

Parallel zu den grundlegenden Arbeiten hat die Gemeinde Lohsa im Jahr 2020 für die Ausbesserung von Schadstellen im kommunalen Straßenbereich noch mal 120.000 Euro zur Verfügung gehabt. Die Begehrlichkeiten in den verschiedenen Orten sind jedenfalls da. Absehbar sind 2021 jedoch weniger Steuereinnahmen. Noch offen sind die zu erwartenden Zuweisungen. Somit rechnet der Bürgermeister mit einer noch schwierigeren Haushaltslage als 2020. Die Einnahmeseite müsste verbessert werden. Sparpotenziale gilt es auszuschöpfen. „Das wird uns auch weiterhin und noch stärker begleiten“, sagt Thomas Leberecht. „Es zeigt die große Verantwortung, die wir für unsere Bürger haben. Dabei glaube ich an eine weiterhin gute und konstruktive Zusammenarbeit mit unserem Gemeinderat.“

Für einen grundhaften Ausbau der Straße am Sportplatz in Groß Särchen reichte das Geld nicht, wohl aber für eine Erneuerung der schlimmsten Abschnitte.
Für einen grundhaften Ausbau der Straße am Sportplatz in Groß Särchen reichte das Geld nicht, wohl aber für eine Erneuerung der schlimmsten Abschnitte. © Foto: Uwe Schulz

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